Eine GEO-Agentur beurteilen Sie an dem, was sie vor Arbeitsbeginn dokumentiert und danach nachweisbar verändert. Die acht Kriterien in diesem Artikel prüfen genau das: wie gemessen wird, was verändert wird, wer arbeitet, was der Preis abdeckt und wo der Auftrag endet. Jedes davon können Sie im Erstgespräch oder in einer Offerte selbst nachprüfen, ohne technisches Vorwissen.
Der Massstab ist die Messung. Bei Carigiet GEO halten wir vor der ersten Massnahme eine Baseline fest und wiederholen danach jede Käuferfrage drei- bis fünfmal, weil eine einzelne KI-Antwort nichts beweist. Wer Ihnen keine dokumentierte Ausgangslage zeigt, kann später keine Verbesserung belegen. Das ist der Unterschied zwischen einer Messung und einer Behauptung.
Kurz zusammengefasst
Diese acht Punkte trennen belegte Arbeit von teurer Berichterstattung:
- Mess-Setup und Baseline: Welche Käuferfragen werden gemessen, wie oft, auf welchen KI-Systemen? Und liegt die Ausgangslage vor der ersten Massnahme vor?
- Ehrliche Zeitachse: Ein fixes Datum oder eine zugesagte Platzierung beendet die Prüfung.
- Beweislage: In einem Feld ohne mehrjährige Resultate zählt die dokumentierte Methodik.
- Umsetzung statt Monitoring: Verändert der Anbieter Quellen, Inhalte, Profile und technische Grundlagen, oder liefert er ein Dashboard?
- Inhalte: Wer schreibt, wer prüft fachlich, wer gibt frei?
- Aufgabenteilung: Die Negativliste zählt. Was macht der Anbieter ausdrücklich nicht, und was müssen Sie selbst liefern?
- Preis und Leistungsabgrenzung: Was deckt der Monatspreis ab, was löst einen Aufpreis aus?
- Wer arbeitet, und wer steht dahinter: Fester Ansprechpartner oder wechselnde Generalisten? Und lässt sich die Firma über Impressum und Register überprüfen?
Was eine GEO-Agentur konkret macht
Generative Engine Optimization sorgt dafür, dass KI-Systeme Ihr Unternehmen kennen, korrekt beschreiben und in ihren Antworten nennen, wenn jemand nach einem Anbieter Ihrer Art fragt. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: Präsenz auf den Quellen, die diese Systeme für Ihr Thema nachweislich zitieren, Inhalte auf Ihrer eigenen Seite, die eine Antwort direkt hergeben, und die Korrektur falscher Aussagen über Ihr Unternehmen. Die Grundlagen dazu stehen hier: was Generative Engine Optimization ist.
Der Markt für diese Arbeit ist neu, das Nutzerverhalten dahinter nicht. Laut einer Comparis-Umfrage (Innofact, März 2026) nutzen 76,1 Prozent der erwachsenen Schweizer Bevölkerung KI-Chatbots, ein Jahr zuvor waren es 62,4 Prozent, in der Deutschschweiz liegt der Wert bei 74,1 Prozent. Mit der Nachfrage wächst das Angebot an Anbietern, und darunter sind einige, die selbst noch nie eine Messung aufgesetzt haben.
1. Wie misst der Anbieter Ihre KI-Sichtbarkeit, bevor er anfängt?
Ein belastbares Mess-Setup steht vor der ersten Massnahme. Ohne dokumentierte Ausgangslage kann später niemand belegen, dass sich etwas verbessert hat.
Fragen Sie nach diesen sechs Angaben, und lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben:
- Welche Käuferfragen werden gemessen, und wie sind sie entstanden?
- Wie viele sind es, und für welchen Leistungsbereich gelten sie?
- Wie oft wird dieselbe Frage pro Lauf wiederholt?
- Auf welchen KI-Systemen wird gemessen?
- In welcher Kadenz, täglich, wöchentlich oder monatlich?
- Läuft die Messung mit eingeloggtem Konto oder ohne?
Der letzte Punkt entscheidet über die Sauberkeit der ganzen Messung. Wer eingeloggt misst, misst die eigene Nutzungsgeschichte mit. Unsere Monitoring-Abfragen laufen deshalb ohne Login und ohne gespeicherte Erinnerungen, damit sich die Messung nicht selbst beeinflusst.
Wie viele Wiederholungen nötig sind, ist inzwischen untersucht. Eine Arbeit der Universität St. Gallen mit Schweizer Daten (arXiv-Preprint, April 2026, noch nicht peer-reviewt) hat vier Branchen über rund 45 Tage an vier KI-Suchsystemen gemessen. Ergebnis: Die zitierten Quellen überschneiden sich zwischen zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Schnitt nur zu 34 bis 42 Prozent. Die Autoren empfehlen mindestens sieben Läufe pro Frage und Tag für die Markensichtbarkeit und acht, sobald es auf die Quellenabdeckung ankommt. Ein Anbieter, der einmal pro Monat einen Wert erhebt, misst Rauschen.

Wie eine solche Messung aufgebaut wird, haben wir in zwei eigenen Beiträgen beschrieben: wie KI-Sichtbarkeit verlässlich gemessen wird und wie Käuferfragen für die Messung entstehen.
2. Nennt der Anbieter ein fixes Datum oder eine zugesagte Platzierung?
Wenn ja, ist die Prüfung an dieser Stelle zu Ende. Das ist das stärkste Ausschlusskriterium in diesem Markt.
KI-Antworten sind statistisch, nicht deterministisch. Dieselbe Frage liefert nicht zweimal exakt dasselbe Ergebnis, die Systeme sind sich untereinander uneinig, und die Modelle ändern sich laufend. Wer in ChatGPT genannt wird, kann in Gemini oder Claude fehlen. Ein Anbieter, der Ihnen trotzdem ein Datum nennt, kennt entweder die Mechanik nicht oder verkauft Ihnen etwas.
«Welche Garantien geben Sie?» hören wir in Erstgesprächen häufiger als jede andere Frage. Unsere Antwort bleibt gleich: Das Ergebnis hängt von vielen Faktoren ab, ein Anbieter muss laufend neu testen, was in den einzelnen Systemen wirkt, und wer eine Erfolgsgarantie ausspricht, verkauft Ihnen etwas, das niemand liefern kann.
Dazu kommt die rechtliche Seite. Die Schweizerische Lauterkeitskommission hält in ihren Grundsätzen zur Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation (Stand 1.1.2025) fest: «Werbende müssen die Richtigkeit ihrer Werbeaussagen beweisen können.» Ein Versprechen wie «in 30 Tagen in ChatGPT» müsste also belegbar sein. Angesichts der gemessenen Schwankungen ist es das nicht.
Was ein seriöser Anbieter stattdessen nennt, ist eine typische Spanne mit Begründung. Bei uns lautet sie: rund drei Monate Aufbau, danach erste Bewegung, belastbare Empfehlungen bei etablierten Marken ab etwa Monat sechs, bei einer neuen Domain zwölf Monate und mehr. Die Mechanik dahinter steht ausführlich hier: wie lange es dauert, bis Sie in KI-Antworten sichtbar werden.

3. Welche Belege kann ein Anbieter in einem so jungen Feld vorlegen?
Verlangen Sie Methodik statt Erfolgsgeschichten. Die Disziplin ist wenige Jahre alt, niemand kann mehrjährige Ergebnisse vorweisen, und wer so tut, hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Als Beleg taugt:
- eine dokumentierte Messmethodik, die Sie nachvollziehen können
- Vorher-nachher-Werte auf Ebene der einzelnen KI-Systeme, nicht als Gesamtnote
- das vollständige Prompt-Set, gegen das gemessen wurde
- eine offene Angabe, welche Fragen sich nicht bewegt haben
Als Beleg taugt nicht: der Screenshot einer einzelnen KI-Antwort. Er beweist nichts, weil die Antwort vom Konto, vom Standort und vom Zeitpunkt abhängt. OpenAI dokumentiert, dass ChatGPT Antworten anhand gespeicherter Erinnerungen personalisiert. Perplexity hält fest, dass Antworten ohne gesetzten Standort auf der Netzwerk-Position basieren. Und wie stark der blosse Zeitpunkt hineinspielt, zeigt die oben zitierte St. Galler Messung. Ein Screenshot zeigt eine Momentaufnahme aus einem fremden Konto, an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Stunde.
Auch die Forschungslage ist bescheidener, als sie in Offerten klingt. Die meistzitierte Studie zum Thema (Aggarwal et al., KDD 2024) formuliert den Effekt wörtlich als «GEO can boost visibility by up to 40% in generative engine responses» und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Wirksamkeit je nach Branche variiert. «Bis zu 40 Prozent» ist eine Obergrenze unter Laborbedingungen, kein Durchschnitt und erst recht keine Zusage. Wer Ihnen diese Zahl als erwartbares Resultat präsentiert, hat die Quelle nicht gelesen.
Realistisch ist etwas anderes: Bei wiederholter Messung liegt eine gute Empfehlungsquote bei 30 bis 40 Prozent der Läufe. Nicht bei 100.
4. Verändert der Anbieter etwas, oder liefert er nur einen Report?
Ein Tool zeigt Ihnen, dass Sie nicht genannt werden. Es ändert nichts daran. Das ist die häufigste Verwechslung im Markt: Monitoring wird als Mandat verkauft, und der Kunde bezahlt monatlich dafür, seiner eigenen Unsichtbarkeit zuzusehen.
Lassen Sie sich deshalb konkret zeigen, was in den letzten Zyklen verändert wurde: welche Quelle bearbeitet, welches Profil korrigiert, welcher Inhalt publiziert, welche technische Grundlage angepasst. Ein Anbieter, der auf diese Frage über Dashboards spricht, verändert nichts.

Bei uns ist die tägliche Messung das Frühwarnsystem für die Umsetzung, nicht das Produkt. Wir messen täglich über alle Anbieter hinweg, um zu sehen, wie sich Ihre Sichtbarkeit im Verhältnis zu Ihren Konkurrenten entwickelt. Taucht plötzlich eine neue Quelle auf, in der mehrere Konkurrenten zitiert werden, holen wir dieses Zitat ebenfalls. Was dabei auf der eigenen Seite passiert, haben wir hier beschrieben: was ChatGPT-Optimierung konkret umfasst.
5. Wer schreibt die Inhalte, wer prüft sie fachlich, und wer gibt sie frei?
Publiziert wird unter Ihrem Namen, nicht unter dem der Agentur. Also muss die letzte Freigabe bei Ihnen liegen, und die fachliche Prüfung muss eine Person haben, die man benennen kann.
Für regulierte Branchen ist das die wichtigste Frage im ganzen Katalog. Eine Kanzlei, ein Vermögensverwalter, ein Versicherungsbroker oder eine Zahnarztpraxis haftet für das, was auf der eigenen Website steht, unabhängig davon, wer den Text geschrieben hat. Wie das in einer einzelnen Branche aussieht, zeigt dieser Beitrag: KI-Sichtbarkeit für Treuhänder.
Fragen Sie deshalb ohne Umschweife:
- Wie viel des Textes entsteht mit KI-Werkzeugen?
- Wer verantwortet die Qualitätssicherung, und zwar namentlich?
- An welcher Stelle im Ablauf liegt Ihre fachliche Freigabe?
- Wer haftet, wenn eine Aussage fachlich falsch ist?
Ein Anbieter, der bei der ersten Frage ausweicht, ist heute unglaubwürdig. Fast alle arbeiten mit KI-Werkzeugen, die Frage ist nur, wer danach prüft. Wir sagen es offen: Erstentwürfe entstehen in unserer Pipeline, die Qualitätssicherung jedes einzelnen Inhalts verantworte ich persönlich, die fachliche Freigabe liegt bei Ihnen.
Regeln Sie zusätzlich schriftlich, wem die Inhalte gehören. Nach Schweizer Urheberrecht ist Urheber immer die natürliche Person, die das Werk geschaffen hat, und ohne ausdrückliche Vereinbarung gehen nur die zweckgebundenen Nutzungsrechte auf Sie über. Artikel 16 Absatz 2 URG hält fest, dass die Übertragung eines Teilrechts andere Teilrechte nur einschliesst, wenn das vereinbart ist. Bezahlung allein überträgt nicht automatisch alles.
6. Was macht der Anbieter ausdrücklich nicht, und was müssen Sie selbst liefern?
Ein Anbieter, der auf diese Frage keine Liste hat, hat den Scope nicht durchdacht. Fragen Sie nach der Negativliste, bevor Sie nach der Leistungsliste fragen.
Klären Sie vor der Unterschrift diese vier Punkte:
- Zugänge: Welche Systeme braucht der Anbieter, CMS, Analytics, Search Console, Verzeichnisprofile?
- Fachinput: Wie viel Ihrer Zeit ist eingeplant, in Stunden pro Monat?
- Freigaben: Wer bei Ihnen gibt frei, und in welcher Frist?
- Technische Umsetzung: Macht der Anbieter Änderungen an der Website selbst, oder liefert er die Spezifikation an Ihre Web-Agentur?
Der letzte Punkt ist der häufigste Reibungspunkt in der Praxis. Wenn der GEO-Anbieter spezifiziert und die Umsetzung bei Dritten liegt, muss diese Schnittstelle im Vertrag stehen, sonst wartet jeder auf den anderen. Unsere eigene Aufgabenteilung inklusive dieser Grenze steht öffentlich auf der Seite Angebot und Aufgabenteilung.
7. Was deckt der Preis ab, und was löst einen Aufpreis aus?
Eine Zahl ohne Leistungsabgrenzung ist nicht vergleichbar. Zwei Offerten mit demselben Monatsbetrag können völlig unterschiedliche Arbeit enthalten.
Lassen Sie sich vier Dinge schriftlich geben: was im Monatspreis enthalten ist, was einen Aufpreis auslöst, was zusätzlich zum Retainer bezahlt werden muss (Werbebudgets, bezahlte Platzierungen, Lizenzen), und wie die Kündigung geregelt ist.
Zum Thema Mindestlaufzeit ein Hinweis, der in diesem Markt selten fällt. Nach Schweizer Auftragsrecht kann ein Auftrag «von jedem Teile jederzeit widerrufen oder gekündigt werden» (Art. 404 OR). Das Bundesgericht qualifiziert dieses Recht in konstanter Rechtsprechung als zwingend, auch bei fest vereinbarter Vertragsdauer, wie der erläuternde Bericht des Bundes zum Auftragsrecht festhält. Eine harte Mindestlaufzeit von zwölf Monaten steht damit auf schwachem Grund. Ein Anbieter, der ohne Mindestlaufzeit arbeitet, folgt der Rechtslage, er macht Ihnen kein Geschenk.
8. Wer arbeitet an Ihrem Mandat, und wer steht als Firma dahinter?
Fragen Sie, wer operativ arbeitet, und prüfen Sie danach die Firma. Ein fester Ansprechpartner mit fachlicher Führung ist etwas anderes als ein wechselndes Team von Generalisten, bei dem GEO eine Zusatzleistung neben vielen anderen ist.
Der Schweiz-Prüfschritt dauert fünf Minuten:
- Öffnen Sie das Impressum. Firma, Adresse und E-Mail-Adresse müssen dort stehen, und ein Kontaktformular ersetzt die E-Mail-Adresse nicht. Das ist keine Höflichkeit, sondern eine Anforderung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG) für Angebote im elektronischen Geschäftsverkehr.
- Rufen Sie die angegebene Nummer an. Erreichbarkeit ist ein Fakt, kein Versprechen.
- Suchen Sie die Firma bei Zefix, dem zentralen Firmenindex der Schweizer Handelsregister, und im UID-Register. Dort sehen Sie Firma, Sitz und Zeichnungsberechtigung.
Eine .ch-Domain oder ein Ortsname im Firmennamen belegen keine Schweizer Präsenz. Beides ist in einer halben Stunde eingerichtet.
Wichtig ist die Gegenprobe: Ein fehlender Handelsregistereintrag ist für sich allein kein Warnsignal. Nach Art. 931 Abs. 1 OR muss eine Einzelfirma erst ab einem Jahresumsatz von 100’000 Franken eingetragen werden, darunter ist der Eintrag freiwillig. Eine kleine, spezialisierte Einzelfirma kann völlig legal ohne Eintrag arbeiten. Warnsignal ist etwas anderes: ein fehlendes oder unauffindbares Impressum, eine Adresse, die es nicht gibt, oder eine Nummer, die niemand abnimmt.

Unsere eigenen Arbeitsprinzipien und die ausdrücklichen Absagen stehen öffentlich auf Über uns.
Die acht Kriterien auf einen Blick
| Was Sie prüfen | Woran Sie es erkennen | Warnsignal |
|---|---|---|
| Mess-Setup und Baseline | Dokumentierte Ausgangslage vor der ersten Massnahme, benannte Käuferfragen, mehrere Wiederholungen pro Frage und Tag | Messung startet erst mit der Arbeit, oder der Anbieter nennt keine Wiederholungszahl |
| Ehrliche Zeitachse | Typische Spanne mit Begründung, gestaffelt nach etablierter Marke und neuer Domain | Fixes Datum, zugesagte Platzierung, «garantierte» Nennung |
| Beweislage | Methodik, Prompt-Set, Vorher-nachher pro KI-System, offene Nennung der Misserfolge | Screenshot einer einzelnen KI-Antwort als Nachweis |
| Umsetzung statt Monitoring | Benennbare Massnahmen der letzten Zyklen, mit Ort und Datum | Antworten drehen sich um Dashboards und Reports |
| Inhalte und Freigabe | Namentliche Qualitätssicherung, offener KI-Anteil, Freigabe beim Kunden | Ausweichen bei der Frage nach dem KI-Anteil |
| Aufgabenteilung | Negativliste plus Liste dessen, was Sie liefern müssen | «Wir machen alles», keine Schnittstelle zur Web-Agentur definiert |
| Preis und Abgrenzung | Enthaltene Leistungen, Aufpreis-Auslöser, Kündigungsregel schriftlich | Preis auf Anfrage, unklare Zusatzkosten, harte Mindestlaufzeit |
| Wer arbeitet und wer dahintersteht | Fester Ansprechpartner, vollständiges Impressum, erreichbare Nummer | Kein Impressum, keine Adresse, nur Kontaktformular |
Warnsignale, bei denen Sie die Prüfung abbrechen
Sieben Muster, die in diesem Markt regelmässig auftauchen. Jedes einzelne reicht als Grund, das Gespräch zu beenden:
- Ein fixes Datum. «In 30 Tagen in ChatGPT.» Niemand kontrolliert, wann ein Modell aktualisiert wird.
- Zugesagte Platzierungen oder Nennungen. Die Systeme sind sich untereinander uneinig; eine Zusage über alle hinweg ist nicht einlösbar.
- Ein Gratis-Audit, das das eigentliche Produkt ist. Ein automatisch erzeugter Report ist ein Einstieg in ein Gespräch, keine Arbeit. Wenn danach nichts Konkretes folgt, war der Report das Angebot.
- Ein Tool-Abonnement, das als Mandat verkauft wird. Monitoring plus monatlicher Report ist Software mit Rechnung, keine Veränderung.
- «Wir kennen den Algorithmus.» Es gibt keine Rangliste, in die man sich hineinoptimiert. Warum das so ist, steht hier: Ranking in ChatGPT, gibt es das überhaupt.
- Anbieterrankings, in denen der publizierende Anbieter selbst vorne steht. Eine Bestenliste, die der Erstplatzierte selbst veröffentlicht, ist Werbung mit Tabellenlayout.
- Fortschrittszahlen ohne dokumentierte Ausgangslage. «Plus 300 Prozent Sichtbarkeit» ohne Baseline ist keine Messung, sondern eine Behauptung.
Was eine GEO-Agentur in der Schweiz kostet
Eine neutrale Preisreferenz für GEO-Mandate in der Schweiz gibt es derzeit nicht. Alle publizierten GEO-Preise stammen von Anbietern selbst, und die meisten Anbieter im Schweizer Markt publizieren gar keine Preise. Einordnen lässt sich eine Offerte trotzdem, über den Umweg der Facharbeit.
Die Beschaffungsplattform Gryps, die selbst keine Marketingleistung verkauft, nennt für ein definiertes Beispielszenario Richtpreise für laufende SEO-Optimierung von CHF 500 bis 800 pro Monat sowie Stundensätze von CHF 145 für Junior- und CHF 180 für Senior-Spezialisten. Damit haben Sie einen Massstab: Monatspreis geteilt durch den Stundensatz ergibt die effektive Facharbeit, die Sie kaufen.
Ein Rechenbeispiel mit diesen Zahlen: CHF 800 pro Monat, das obere Ende der Spanne, kaufen je nach Senioritätsstufe zwischen vier und gut fünf Stunden Facharbeit. Für tägliches Monitoring, Inhalte, Quellenarbeit und Korrekturen reicht das nicht. Rechnen Sie das bei jeder Offerte einmal durch, bevor Sie über den Preis verhandeln.

Unser eigener Preis ist publiziert und lautet vollständig: ab CHF 2’800 pro Monat plus MwSt. für ein klar umrissenes Leistungsfeld, ohne Einrichtungsgebühr, ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit 30 Tagen Frist auf Ende des Folgemonats. Jedes weitere Einsatzgebiet mit eigenen Konkurrenten und eigenen Inhalten kostet CHF 1’500 pro Monat zusätzlich. Sie müssen diesen Preis nicht bezahlen. Aber Sie können jede Offerte daran messen, weil er vollständig ist.
Fragenkatalog für das Erstgespräch
Diese zwölf Fragen können Sie unverändert mitnehmen. Jede funktioniert für sich, und jede hat eine überprüfbare Antwort:
- Welche Käuferfragen messen Sie für uns, wie viele sind es, und wie sind sie entstanden?
- Wie oft wiederholen Sie dieselbe Frage pro Lauf, und auf welchen KI-Systemen?
- Messen Sie mit eingeloggtem Konto oder ohne?
- Was genau steht in der Baseline, und an welchem Tag liegt sie vor?
- Welche drei Massnahmen haben Sie in einem vergleichbaren Mandat zuletzt umgesetzt, und wo sind sie live?
- Wie viel des Textes entsteht mit KI-Werkzeugen, wer prüft die fachlichen Aussagen, und wer gibt frei?
- Was machen Sie ausdrücklich nicht, und was müssen wir selbst liefern?
- Wie viel Zeit pro Monat brauchen Sie von uns, in Stunden?
- Was deckt der Monatspreis ab, und was löst einen Aufpreis aus?
- Wem gehören Inhalte, Rohdaten und Zugänge nach Vertragsende, und in welcher Vertragsziffer steht das?
- Wer arbeitet operativ an unserem Mandat, und wen erreichen wir, wenn etwas nicht stimmt?
- Was passiert, wenn nach 90 Tagen kein Signal messbar ist?
Die letzte Frage ist die aufschlussreichste. Sie zwingt den Anbieter, über einen Misserfolg zu sprechen, bevor er eintritt.
Wann Sie noch keine Agentur brauchen
Wer den Ist-Zustand nicht kennt, kauft blind. Bevor Sie Offerten einholen, sollten Sie wissen, ob und wo Sie in KI-Antworten überhaupt fehlen. Dafür brauchen Sie kein Mandat: Sie können Ihre KI-Sichtbarkeit in 30 Minuten selbst prüfen, oder Sie lassen sich die Ausgangslage über die kostenlose KI-Sichtbarkeitsanalyse zusammenstellen.
In vier Situationen ist ein Mandat verfrüht:
- Ihr Angebot ist nicht definiert. Wenn intern unklar ist, für wen Sie was zu welchem Preis anbieten, kann kein KI-System es sauber wiedergeben. Diese Klärung gehört vor die Sichtbarkeitsarbeit.
- Ein Relaunch läuft, und Struktur und Inhalte sind noch nicht entschieden. Warten Sie, bis die Struktur steht. Sonst bezahlen Sie zweimal für dieselbe Seite.
- Ihre Domain oder Ihre Marke ist sehr neu. Dann steht zuerst solide Suchmaschinenarbeit an. Nach unserer Erfahrung brauchen neue Domains zwölf Monate und mehr, bis in KI-Antworten etwas Belastbares ankommt.
- Das Budget reicht nicht für mindestens ein halbes Jahr. Ein Mandat, das nach drei Monaten abgebrochen wird, endet genau vor dem Zeitraum, in dem sich etwas zeigen würde.
Es gibt zudem einen ehrlichen Zwischenweg. GEO und klassische Suchmaschinenoptimierung überschneiden sich stark, und wir sagen das auch so: Rund 90 Prozent davon ist solides SEO.
Wenn Sie eine kompetente SEO-Agentur haben, kann diese einen Teil übernehmen. Der Unterschied liegt in der laufenden Messung gegen definierte Konkurrenten und in der Arbeit an fremden Quellen. Für einen ersten Eindruck genügt manchmal auch ein günstiges Monitoring-Tool. Es zeigt Ihnen allerdings nur, dass Sie fehlen.
Wie wir dieselben acht Fragen beantworten
Dieser Abschnitt ist kein Verkaufsteil, sondern ein ausgefülltes Muster. Halten Sie es neben jede Offerte, die Sie erhalten, auch neben eine von einem anderen Anbieter:
- Mess-Setup und Baseline: Rund 50 Käuferfragen pro Leistungsbereich, täglich auf sechs KI-Systemen, jede Frage drei- bis fünfmal wiederholt, ohne Login und ohne gespeicherte Erinnerungen. Nennungen ohne Link und Zitate mit Link werden getrennt erfasst. Die Baseline liegt innert sieben Tagen ab erteilten Zugängen und Onboarding-Call vor.
- Ehrliche Zeitachse: Aufbau in den ersten drei Monaten, belastbare Empfehlungen bei etablierten Marken ab etwa Monat sechs, bei neuen Domains ab zwölf. Kein Fixdatum, keine Zusage auf bestimmte Nennungen.
- Beweislage: Publizierte Messmethodik und wöchentlicher Vergleich derselben KI-Antworten. Was wir nicht haben, ist eine mehrjährige Fallstudie, weil sie in diesem Feld noch niemand haben kann.
- Umsetzung statt Monitoring: Drei Hebel, Quellenautorität, Antwortintegrität und korrigierte Sachaussagen, mit einer priorisierten Verbesserung pro Zyklus.
- Inhalte: Erstentwürfe aus unserer Pipeline, Qualitätssicherung persönlich, fachliche Freigabe bei Ihnen.
- Aufgabenteilung: Publiziert auf der Seite Angebot, inklusive der Grenze: technische Spezifikation und Verifikation bei uns, Umsetzung durch Ihre Web-Agentur oder Ihre interne IT.
- Preis und Abgrenzung: Ab CHF 2’800 pro Monat plus MwSt., keine Einrichtungsgebühr, keine Mindestlaufzeit, 30 Tage Kündigungsfrist auf Ende des Folgemonats, jedes weitere Einsatzgebiet CHF 1’500 pro Monat. Alles Erstellte gehört Ihnen, auch nach Vertragsende.
- Wer arbeitet: Fester Ansprechpartner mit 25 Jahren Softwareentwicklung. GEO ist eine junge Disziplin, in der niemand langjährige Erfahrung hat; Glaubwürdigkeit kommt aus dem Systemverständnis und der dokumentierten Messmethodik. Die sechs Arbeitsprinzipien, an denen Sie uns festhalten können, und die ausdrücklichen Absagen stehen auf der Seite Über uns.
Häufige Fragen
Was kostet eine GEO-Agentur in der Schweiz?
Verlässliche Marktzahlen gibt es nicht, weil die meisten Schweizer Anbieter keine Preise publizieren. Unser eigenes Mandat kostet ab CHF 2’800 pro Monat plus MwSt. für ein klar umrissenes Leistungsfeld. Als Massstab für jede Offerte gilt: Monatspreis geteilt durch den Stundensatz ergibt die Facharbeit, die Sie tatsächlich kaufen.
Wie lange dauert es, bis erste Resultate sichtbar sind?
Rechnen Sie mit rund drei Monaten Aufbau, bevor sich eine Richtung zeigt. Bei etablierten Marken werden Empfehlungen ab etwa Monat sechs belastbar, bei einer neuen Domain dauert es zwölf Monate und mehr. Jeder frühere Termin ist geraten.
Lohnt sich GEO für ein KMU mit 20 Mitarbeitenden?
Über die Frage entscheidet nicht die Anzahl Mitarbeitender, sondern was ein einzelner Neukunde bei Ihnen wert ist und ob Ihre Kunden vor dem Kauf recherchieren. Ein Betrieb mit 20 Personen und hohem Auftragswert profitiert eher als ein grösserer mit lauter Kleinaufträgen.
Kann unsere bestehende SEO-Agentur das übernehmen?
Teilweise ja. Die Grundlagen überschneiden sich stark, und eine gute SEO-Agentur deckt einen Teil der Arbeit ohnehin ab. Was meist fehlt, ist die laufende Messung gegen definierte Konkurrenten über mehrere KI-Systeme und die Arbeit an fremden Quellen, die diese Systeme zitieren. Fragen Sie Ihre Agentur, wie sie heute misst, ob Sie in KI-Antworten vorkommen.
Was passiert mit den Inhalten nach Vertragsende?
Das hängt allein davon ab, was im Vertrag steht. Nach Schweizer Urheberrecht bleibt Urheber, wer das Werk geschaffen hat, und ohne ausdrückliche Regelung erhalten Sie nur die zweckgebundenen Nutzungsrechte. Lassen Sie sich Nutzungsrechte, Rohdaten und die Herausgabe aller Zugänge schriftlich zusichern, bevor Sie unterschreiben.
Wie erkenne ich, ob ein Anbieter wirklich in der Schweiz sitzt?
Über das Impressum und die Register, nicht über die Domain. Prüfen Sie, ob Firma, Adresse und E-Mail-Adresse im Impressum stehen, rufen Sie die Nummer an, und suchen Sie die Firma bei Zefix und im UID-Register. Eine .ch-Domain und ein Schweizer Ortsname im Firmennamen sind kein Nachweis.
Wo stehen Sie heute?
Bevor Sie Offerten vergleichen, brauchen Sie Ihre eigene Ausgangslage. Zwei Wege dorthin sind kostenlos und unverbindlich. Die KI-Sichtbarkeitsanalyse liefert Ihnen einen ersten Befund per E-Mail. Im 15-Minuten-Gespräch schauen wir gemeinsam live an, ob KI-Systeme Sie bei den Fragen Ihrer Kunden nennen. Kein Verkaufsgespräch, keine Folien. Sie gehen mit zwei, drei Ansatzpunkten heraus, und ob Sie diese mit uns oder mit einem anderen Anbieter angehen, entscheiden Sie danach.
Feste Nennungen kann Ihnen niemand seriös zusagen. Eine dokumentierte Ausgangslage und eine Methodik, die Sie nachprüfen können, schon.




