Wenn Ihre Firma in ChatGPT nicht erscheint, fehlen Sie in den Quellen, aus denen die Antwort gebaut wird. Eine KI-Antwort auf «Wer bietet in der Schweiz X an?» entsteht aus Verzeichnissen, Branchenlisten, Bewertungsplattformen, Fachbeiträgen und Foren, die das System für genau diese Frage abruft, dazu aus den Websites der Anbieter selbst. Alles, was auf fremden Seiten über Sie steht, ist ein Drittbeleg: eine Aussage über Ihr Unternehmen auf einer Seite, die Ihnen nicht gehört und die Sie nicht kontrollieren. Ohne solche Belege wird eine Firma kaum empfohlen, auch mit einer technisch einwandfreien Website.
Die Ursachen sind wenige und benennbar. Unten stehen neun, dazu ein Test von 60 Sekunden und für jede Ursache, was sie kostet und wer sie behebt: Sie im eigenen Haus, Ihre Web-Agentur oder Fachleute für KI-Sichtbarkeit.
Carigiet GEO ist eine Beratung für KI-Sichtbarkeit aus Männedorf im Kanton Zürich, schweizweit tätig. Seit 2026 sorgt Carigiet GEO ausschliesslich dafür, dass KI-Assistenten Schweizer B2B-Unternehmen mit 11 bis 500 Mitarbeitenden finden, verstehen und empfehlen. Wir geben den Schweizer KI-Empfehlungsindex heraus, der monatlich misst, welche Schweizer Anbieter ChatGPT, Claude, Copilot, AI Overviews und Perplexity auf echte Käuferfragen als Option empfehlen. In der Ansicht Allgemeine Anfrage für Treuhandunternehmen in Zürich, also in der Auswertung für eine Branche, eine Region und eine Käuferabsicht, werden 1’007 von 1’086 gemessenen Firmen in keiner Antwort empfohlen, also 92,7 Prozent (Ausgabe September 2026; alle Indexzahlen dieses Beitrags am 22.09.2026 auf index.carigiet.com gelesen). Hinter dieser Ansicht stehen 24 Käuferfragen, je Messwelle einmal an jeden der fünf Assistenten gestellt: 120 protokollierte Antworten pro Messwelle, 240 über die zwei Wellen, aus denen diese Ansicht gerechnet ist. Gemessen wird gegen alle Zürcher Treuhandunternehmen des Handelsregisters, keine Auswahl, und 240 Antworten mit je drei bis fünf Namen können höchstens einige Dutzend Firmen nennen. Die 92,7 Prozent beschreiben deshalb die Form dieses Marktes, kein Urteil über die einzelne Firma.
Eine Beobachtung aus elf KI-Sichtbarkeitsanalysen zwischen Juni und September 2026 (fünf Analysegespräche mit Interessenten, sechs Kunden-Onboardings), keine Stichprobe: Am häufigsten stand dieselbe Ausgangslage zuoberst, nämlich eine Firma, die auf der eigenen Website vollständig beschrieben ist und ausserhalb davon praktisch nicht existiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer in ChatGPT nicht erscheint, fehlt meist in den Drittbelegen, nicht auf der eigenen Website.
- Zuerst prüfen Sie, ob die KI-Crawler durchkommen, die Programme, mit denen ChatGPT Websites abruft. Sonst ist jede weitere Messung ungültig.
- Eine allgemeingültige Frankenzahl gibt es nicht. Der Beitrag beziffert stattdessen den Aufwand je Ursache und zeigt, wie Sie Ihr eigenes Anfragevolumen ausrechnen.
Die neun Ursachen auf einen Blick
Die Reihenfolge ist die der Behebung, nicht die der Häufigkeit. Jede Zeile nennt die Ursache, was sie kostet, wie der Fix heisst und wer ihn macht.
| Ursache | Was sie kostet | Fix | Aufwand, und wer ihn macht |
|---|---|---|---|
| 1. KI-Crawler im CDN (dem Netz, das Ihre Website ausliefert) oder in der Firewall ausgesperrt | Der ganze Fall: Sie kommen in keiner Antwort vor, und keine weitere Massnahme ist messbar | Bot-Schutz für die KI-Crawler öffnen | Stunden. Wer Ihr CDN oder Ihre Firewall verwaltet: Web-Agentur, Hoster oder eigene IT |
| 2. Inhalte erst per JavaScript, PDF, Bild oder Slider sichtbar | Der Platz in der Auswahl: Die Seite wirkt für die Systeme leer, auch wenn sie im Browser vollständig ist | Kernaussagen als Text ins HTML | Tage bis Wochen. Ihre Web-Agentur |
| 3. Firmenangaben nicht eindeutig | Der ganze Fall: zwei Kandidaten, keiner mit genug Belegen; auch spätere Belege werden falsch zugerechnet | Name, Adresse, UID überall gleich | Ein halber Tag, danach Korrespondenz. Sie selbst, im eigenen Haus |
| 4. Veraltete Angaben im Netz | Der unbemerkte Verlust: Ihr Name kommt vor, die genannte Leistung ist die falsche | Alte Einträge korrigieren lassen | Pro Eintrag Minuten, in der Summe Wochen. Sie, bei hartnäckigen Quellen mit Unterstützung |
| 5. Kein Eintrag in Verzeichnissen und Branchenlisten | Der Platz in der Auswahl: Die Auswahl findet statt, bevor jemand Ihre Website sieht | Einträge in den zitierten Verzeichnissen | Wochen, danach laufend. Sie oder Fachleute für KI-Sichtbarkeit |
| 6. Keine unabhängigen Erwähnungen | Der Platz in der Auswahl: Ohne Bestätigung von aussen nennt die Antwort die Anbieter, über die Dritte schreiben | Fachmedien, Verbände, Partner gewinnen | Monate, laufend. Fachleute für KI-Sichtbarkeit, mit Ihrem Fachinput |
| 7. Keine oder zu wenige Bewertungen | Der Platz in der Auswahl, sobald der Käufer nach «gut», «zuverlässig» oder «empfehlenswert» fragt | Bewertungen aktiv einholen | Laufend, im Tagesgeschäft. Sie und Ihr Team |
| 8. Inhalte auf Suchbegriffe statt Käuferfragen | Ein Teil der Fragen: die kaufnahen, in denen der Käufer sein Problem in ganzen Sätzen beschreibt | Seiten auf Käuferfragen umbauen | Wochen je Seite. Web-Agentur oder Fachleute für KI-Sichtbarkeit |
| 9. Aussagen nicht überprüfbar | Ein Teil der Fragen: jede Frage mit einem Kriterium, etwa Grösse, Region oder Erfahrung | Merkmale, Zahlen, Preise nennen | Tage je Seite. Sie liefern die Fakten, geschrieben wird im Haus oder extern |
Jede Ursache steht weiter unten ausführlich, mit Befund, Prüfschritt und Kosten.
Wer behebt was, in drei Zeilen. Ursache 3 und Ursache 7 erledigen Sie im eigenen Haus: die Firmenangaben angleichen, die Bewertungen einholen. Ursache 1 und Ursache 2 gehören der Stelle, die Ihre Website technisch betreibt, also Ihrer Web-Agentur, Ihrem Hoster oder Ihrer eigenen IT. Eine Agentur, die diese Ebene nicht auf dem Radar hat, ist deswegen nicht schlecht: CDN und Bot-Schutz gehören selten zum Auftrag, und niemand prüft, was niemand bestellt hat. Fragen Sie danach, statt zu wechseln. Die Ursachen 4, 5, 6, 8 und 9 sind die Ausdauerarbeit an Drittbelegen und Inhalten; dort arbeiten Fachleute für KI-Sichtbarkeit mit Ihnen zusammen, Sie liefern Fachinput und Freigaben. Carigiet GEO macht genau diese fünf: alte Einträge korrigieren lassen, Verzeichnisse und Verbandslisten belegen, Fachmedien und Partner gewinnen und Ihre Seiten auf ganze Käuferfragen umbauen.
Der 60-Sekunden-Test: Können die KI-Systeme Ihre Website überhaupt lesen?
Zwei Schritte, die Sie ohne Hilfsmittel im Browser ausführen. Sie prüfen damit, ob die KI-Crawler auf Ihrer Website überhaupt etwas vorfinden; die technische Gegenprobe steht weiter unten bei der Ursache 1.
- Die robots.txt lesen. Rufen Sie
https://ihre-domain.ch/robots.txtauf und suchen Sie mit Ctrl+F (auf dem Mac Cmd+F) nach den Crawler-Namen, nicht nachDisallow: OAI-SearchBot, ChatGPT-User und PerplexityBot holen die Inhalte für die Antworten, GPTBot und ClaudeBot für das Training. Steht unter einem dieser NamenDisallow: /, ist dieser Crawler ganz ausgesperrt; steht dort ein Pfad wieDisallow: /blog/, ist dieser Teil der Website gesperrt. Eine Ausnahme nennt OpenAI selbst: Weil eine Nutzerin den Abruf von ChatGPT-User auslöst, gelten die Regeln der robots.txt für ihn möglicherweise nicht. Die Zitierbarkeit kostet Sie ein solcher Eintrag nur bei den ersten dreien. Wer nur nachDisallowsucht statt nach den Namen, übersieht den Abschnitt für die KI-Crawler, der meist weiter unten steht. Findet sich keiner der fünf Namen, ist die Datei damit nicht abgehakt: Ein Crawler ohne eigene Gruppe befolgt die GruppeUser-agent: *, und einDisallowdort gilt deshalb auch für OAI-SearchBot, ChatGPT-User und PerplexityBot. Lesen Sie diese Gruppe in jedem Fall mit. Beantwortet ist die Frage auch dann nicht: Die häufigste Sperre sitzt im Bot-Schutz des CDN, also eine Ebene vor der robots.txt, und dorthin führt die Ursache 1 weiter unten. Zum Vergleich zwei öffentliche Dateien: Die robots.txt von carigiet.com erlaubt alle Crawler und hält im Kommentar fest, dass die verwaltete robots.txt von Cloudflare ausgeschaltet bleiben muss, weil die verwaltete Fassung GPTBot, ClaudeBot und weitere sperrt. Die robots.txt von srf.ch zeigt die bewusste Trennung: Unter der Überschrift «AI Training» sperrt sie GPTBot, ClaudeBot, Google-Extended und Applebot-Extended, lässt OAI-SearchBot, ChatGPT-User und PerplexityBot aber zu (beide Dateien gelesen am 22.09.2026). - Den Quelltext lesen. Öffnen Sie Ihre wichtigste Leistungsseite und stellen Sie der Adresse in der Adresszeile
view-source:voran, alsoview-source:https://ihre-domain.ch/leistungen. Suchen Sie im Quelltext nach drei bis fünf zusammenhängenden Wörtern aus einem Fliesstext-Absatz, nicht nach einem ganzen Satz und nicht nach der Überschrift: Überschriften und lange Sätze sind im Quelltext oft durch Auszeichnungen unterbrochen und dann auch auf einer einwandfrei ausgelieferten Seite nicht zu finden. Bleibt eine kurze Wortfolge ohne Treffer, heisst das: Der Text entsteht erst durch JavaScript im Browser, und ein einfacher Abruf sieht ihn nicht.
# Beispiel: So ist eine robots.txt aufgebaut, wenn die Crawler einzeln
# geregelt sind. Suchen Sie in Ihrer Datei nach diesen Namen, nicht nach
# Disallow.
# Diese drei holen die Inhalte, aus denen eine Antwort gebaut wird.
# Ein Disallow hier kostet die Zitierbarkeit.
User-agent: OAI-SearchBot
User-agent: ChatGPT-User
User-agent: PerplexityBot
Allow: /
# Diese zwei holen Inhalte für das Training.
User-agent: GPTBot
Disallow: /
User-agent: ClaudeBot
Disallow: /
# Diese Gruppe gilt für jeden Crawler ohne eigene Gruppe. Ein Disallow
# hier trifft deshalb auch die drei Namen oben.
User-agent: *
Allow: /
Sitemap: https://ihre-domain.ch/sitemap.xml
Ein einzelner Testlauf ist noch kein Befund
Wenn Sie ChatGPT einmal gefragt haben und Ihr Name nicht kam, ist das ein Hinweis, kein Befund. Dieselbe Frage liefert nicht zweimal dieselbe Antwort. Der Index prüft das an sich selbst: Dieselbe Frage dreimal hintereinander an ChatGPT ergab in 0,0 Prozent der Fälle dieselbe Empfehlungsmenge (Methodik des Schweizer KI-Empfehlungsindex, Ausgabe September 2026). Eine Untersuchung mit 600 Freiwilligen kommt zum gleichen Bild: Sie liess zwölf Fragen 2’961-mal über ChatGPT, Claude und Googles KI-Antworten laufen, und die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Antworten dieselbe Markenliste enthalten, liegt unter 1 Prozent (nicht peer-reviewt, Erhebung November und Dezember 2025). Stellen Sie dieselbe Frage deshalb mehrfach, in einem neutralen Fenster, ohne Login; wie das in einer halben Stunde sauber geht, steht in unserer Anleitung zur KI-Sichtbarkeitsprüfung in 30 Minuten. Über viele Läufe hinweg erscheinen die starken Anbieter trotzdem regelmässig; fehlen Sie durchgehend, ist das ein Befund.
Wie entsteht eine KI-Antwort auf eine Anbieterfrage?
Die Systeme zerlegen Ihre Frage und suchen parallel. Google beschreibt das selbst: Der KI-Modus zerlegt eine Frage in Unterthemen und schickt gleichzeitig viele Abfragen los. Aus den Treffern wird die Antwort zusammengesetzt. Bei kaufnahen Anbieterfragen laufen die Belege fast vollständig über fremde Domains, und sie verschieben sich dort zu Verzeichnissen und Vergleichsportalen: In einer Erhebung über 175 Marken in fünf Branchen verwiesen 99,99 Prozent der 49’391 ausgewerteten Zitationen auf Drittseiten statt auf die Website der Marke (Anbieter-Erhebung, Q2 2026). Für Googles KI-Zusammenfassungen fand das Pew Research Center Wikipedia, YouTube und Reddit als die am häufigsten zitierten Quellen.
Für die Schweiz zeigt der Index, welche Quellen das konkret sind. Die Anteile in einer Ansicht sind gewichtet, das heisst, jeder der fünf Assistenten zählt nach seiner publizierten Reichweite in der Schweiz und nicht jeder gleich viel. In der Zürcher Treuhandansicht zitieren die Assistenten in 72,5 Prozent der Antworten die Websites der Anbieter selbst, in 21,7 Prozent treuhandvergleich.ch, in je 19,2 Prozent gryps.ch und local.ch, in je 16,7 Prozent treuhand-suche.ch und treuhand-vergleich-schweiz.ch (Ausgabe September 2026, 240 protokollierte Antworten, mehrere Quellen pro Antwort möglich). Bei den IT-Dienstleistern in der Schweiz, Ansicht KI-Integration, liegt der Anteil der Anbieter-Websites bei 90,4 Prozent, danach folgen Verbands- und Vergleichsseiten wie iapmesuisse.ch und ki-beratung.ch mit je 15,8 Prozent (240 protokollierte Antworten).

Diese Zahlen widersprechen dem ersten Absatz nicht, sie schärfen ihn. Ihre Website ist die meistzitierte einzelne Quelle, und vier der neun Ursachen liegen auf ihr; wie stark sie zählt, hängt von der Branche ab und bei den IT-Dienstleistern messbar mehr als bei den Treuhandanfragen. Zitiert zu werden ist aber nicht dasselbe wie empfohlen zu werden: In derselben Zürcher Ansicht wird ein Treuhandunternehmen in 33,2 Prozent der Antworten als Quelle zitiert und in 10,5 Prozent als Option empfohlen. Ihre Website entscheidet, ob Sie zitierbar sind. Was andere über Sie schreiben, entscheidet, ob Sie empfohlen werden. Fehlt Ihnen die Begriffsbasis dazu, lesen Sie vorher, was Generative Engine Optimization ist.
Was kostet Sie das?
Den Aufwand je Ursache und die Rolle, die ihn trägt, lesen Sie in Spalte vier der Tabelle oben ab. Hier rechnen Sie die andere Hälfte: das Anfragevolumen, das bei Ihnen auf dem Spiel steht.
Warum kostet eine fehlende Nennung überhaupt etwas?
Eine KI-Antwort auf eine Anbieterfrage nennt eine Handvoll Namen. Es gibt keine zweite Seite und keine Position elf. In unseren eigenen Messungen empfehlen ChatGPT, Claude, Copilot, AI Overviews und Perplexity typischerweise drei bis fünf Unternehmen pro Antwort. Zugrunde liegen 3’120 protokollierte Antworten des Schweizer KI-Empfehlungsindex, die beiden Messwellen der Ausgabe September 2026: 960 Antworten vom 12. bis 16. August und 2’160 vom 2. bis 4. September 2026, beide Zahlen in der Methodik des Index ausgewiesen, verteilt über die 18 Ansichten. Gezählt sind nur empfohlene Unternehmen der jeweils gemessenen Branche. Zwei Anbieter-Erhebungen liegen in derselben Grössenordnung: durchschnittlich fünf Marken pro ChatGPT-Antwort und 9,2 bei Gemini (14’000 Abfragen über zehn Branchen, sieben Fragetypen, vier Systeme und fünf Nutzerprofile; derselbe Prompt je System 50-mal) und für die Google-Systeme 4,4 Marken bei Gemini, 4,5 in den AI Overviews, 5,0 im KI-Modus (218’178 Antworten, Mai 2026). Wer nicht dabei ist, kommt in dieser Kaufentscheidung nicht vor.
| Erhebung | Grundlage | Unternehmen pro Antwort |
|---|---|---|
| Schweizer KI-Empfehlungsindex, Ausgabe September 2026 | 3’120 protokollierte Antworten aus zwei Messwellen, verteilt auf 18 Ansichten | drei bis fünf |
| Conductor, Anbieter-Erhebung | 14’000 Abfragen, zehn Branchen, sieben Fragetypen, vier Systeme, fünf Nutzerprofile | 5,0 bei ChatGPT, 9,2 bei Gemini |
| Profound, Anbieter-Erhebung, Mai 2026 | 218’178 Antworten der Google-Systeme | 4,4 bei Gemini, 4,5 in den AI Overviews, 5,0 im KI-Modus |
Die eigene Messung zählt nur empfohlene Unternehmen der gemessenen Branche, die beiden Anbieter-Erhebungen zählen Marken pro Antwort. Die Werte sind deshalb nebeneinander zu lesen, nicht zu verrechnen.
Dazu kommt, dass der Käufer die Antwort oft gar nicht verlässt. Dieselbe Pew-Auswertung von 68’879 Google-Suchen bei 900 US-Erwachsenen fand, dass Nutzerinnen und Nutzer nur bei 1 Prozent der Besuche auf Seiten mit einer KI-Zusammenfassung auf einen Link darin klickten. Für viele Käufer endet die Recherche in der Antwort selbst.
Wie viele Ihrer Käufer suchen heute so?
Drei Schweizer Erhebungen geben den Rahmen. In der Bevölkerung nutzen 76,1 Prozent der Erwachsenen KI-Chatbots, nach 62,4 Prozent im Vorjahr (Comparis/Innofact, März 2026, 1’035 Befragte). Für die private Kaufberatung ist der IGEM-Digimonitor 2026 die schärfere Zahl: 39 Prozent nutzen KI-Plattformen für die Einkaufsberatung, gleichauf mit YouTube (40 Prozent) und vor Social Media (36 Prozent); Basis ist die internetnutzende Schweizer Bevölkerung von 15 bis 75 Jahren (Intervista im Auftrag von IGEM und WEMF, März bis April 2026, 1’957 Befragte).
Für den geschäftlichen Einkauf zählt der B2B-Monitor 2026 der Carpathia AG: 27 Prozent der Teilnehmenden setzen KI für die Produkt- und Lieferantensuche ein, bei Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden sind es 54 Prozent (April bis Juli 2026, 146 vollständige Antworten). Die Stichprobe ist klein, die 54 Prozent beruhen auf rund 28 Antworten: ein Richtungsbefund, keine Punktschätzung.

Ihr eigener Betrag: der Rechenweg
Vier Grössen, die Sie kennen. Rechnen Sie sie in dieser Reihenfolge:
- Anfragen pro Monat aus Suche und Empfehlung. Nur die, die nicht aus einer bestehenden Beziehung kommen.
- Geschätzter Anteil der Käufer, die einen Anbieter über einen KI-Assistenten vorselektieren. Der B2B-Monitor liefert den Anhaltspunkt: 27 Prozent, bei über 50 Mitarbeitenden 54 Prozent.
- Ihre Abschlussquote auf solche Anfragen.
- Ihr durchschnittlicher Auftrags- oder Kundenwert.
Einmal durchgerechnet, mit frei gewählten Werten: 20 Anfragen pro Monat, davon 27 Prozent über einen KI-Assistenten vorselektiert, ergibt 5,4 Anfragen. Bei einer Abschlussquote von 25 Prozent sind das 1,35 Abschlüsse, bei CHF 12’000 durchschnittlichem Auftragswert rund CHF 16’200 pro Monat. Diese CHF 16’200 sind keine Marktzahl und auch kein Verlust: Sie beschreiben das Volumen, das in diesem Beispiel über eine KI-vermittelte Vorauswahl läuft, und sind damit die Obergrenze. Ihr Verlust ist ein Teil davon, nämlich der Anteil, bei dem die Vorauswahl die Entscheidung vorwegnimmt; einen Teil dieser Käufer gewinnen Sie ohnehin, über Google, über eine Empfehlung oder weil man Sie kennt.
| Schritt | Grösse | Beispiel aus dem Beitrag | Ihr Wert |
|---|---|---|---|
| 1 | Anfragen pro Monat aus Suche und Empfehlung | 20 | |
| 2 | Anteil, der über einen KI-Assistenten vorselektiert wird | 27 Prozent (bei über 50 Mitarbeitenden 54 Prozent) | |
| 3 | Vorselektierte Anfragen (1 mal 2) | 5,4 | |
| 4 | Abschlussquote auf solche Anfragen | 25 Prozent | |
| 5 | Abschlüsse (3 mal 4) | 1,35 | |
| 6 | Durchschnittlicher Auftrags- oder Kundenwert | CHF 12’000 | |
| 7 | Volumen pro Monat (5 mal 6), die Obergrenze | rund CHF 16’200 |
Die letzte Zeile ist das Volumen, das über eine KI-vermittelte Vorauswahl läuft, nicht Ihr Verlust. Die Beispielwerte sind frei gewählt; die Spalte rechts füllen Sie mit Ihren eigenen Zahlen.
Die Gegenrichtung gehört dazu: Besuche, die aus KI-Antworten auf Ihre Website führen, sind heute ein kleiner Kanal. Eine Auswertung von über 3,3 Milliarden Sitzungen aus 1’215 Kundendomains kam auf einen Anteil von 1,08 Prozent an allen Website-Besuchen (Anbieter-Erhebung, US-Daten, Mai bis September 2025), weil ein grosser Teil der Wirkung nie als Klick sichtbar wird. Genau deshalb rechnet Carigiet GEO mit Ihren Zahlen und nicht mit einem Marktdurchschnitt, und misst gegen eine dokumentierte Ausgangslage. Zahlen ohne Baseline sind Werbung, keine Messung.
Wer in Ihrer Kategorie stattdessen genannt wird, steht in einer öffentlichen Messung: Der Schweizer KI-Empfehlungsindex zeigt monatlich, welche Unternehmen ChatGPT, Claude, Copilot, AI Overviews und Perplexity auf echte Käuferfragen als Option nennen, mit Firmensuche. In der Ausgabe September 2026 wurden 544 von 20’715 Firmen der gemessenen Regionen mindestens einmal in ihrer Region und Branche empfohlen.
In welcher Reihenfolge beheben Sie die Ursachen?
Wenn mehrere gleichzeitig vorliegen, entscheidet eine einzige Frage: Welcher Befund macht die anderen Messungen unbrauchbar? Der kommt zuerst, unabhängig vom Aufwand. Zuerst die technische Erreichbarkeit. Dann die eindeutigen Firmenangaben: schnell, günstig, und die Voraussetzung dafür, dass spätere Belege der richtigen Firma zugerechnet werden. Dann die Drittbelege, der langsamste Teil und der einzige, den die Empfehlung selbst honoriert. Zuletzt die eigenen Inhalte zu den Kauffragen; welche Arbeitsschritte in dieser Reihenfolge stecken, steht auf der Übersichtsseite zur ChatGPT-Optimierung. Erste verlässliche Bewegung zeigt sich nicht in Tagen, sondern in Wochen bis Monaten, und wie lange es im Einzelnen dauert, bis Sie in KI-Antworten sichtbar werden, haben wir mit den Zeiträumen je Ausgangslage aufgeschrieben.

Ob die Arbeit überhaupt etwas bewegt, ist ansatzweise gemessen. Die akademische Ursprungsarbeit zum Thema (Aggarwal et al., KDD 2024) formuliert den Effekt wörtlich als «GEO can boost visibility by up to 40% in generative engine responses», also bis zu 40 Prozent, gemessen an einem Prüfsatz von 10’000 Fragen über 25 Anwendungsgebiete; die Wirksamkeit variiert je nach Gebiet. Wirksam waren dort das Zitieren von Quellen, das Hinzufügen von Statistiken und von Zitaten. Das blosse Wiederholen von Suchbegriffen brachte wenig bis nichts.
Die neun Ursachen im Einzelnen
Sie stehen in vier Gruppen, in der Reihenfolge der Behebung. Angegangen wird zuerst die technische Erreichbarkeit (Gruppe 1), weil sie jede weitere Messung ungültig macht.
Gruppe 1: Die Systeme erreichen Sie technisch nicht. Solange hier etwas offen ist, ist jede weitere Massnahme unmessbar.
1. Die KI-Crawler sind ausgesperrt
Ihre Seite lädt im Browser einwandfrei und ist für die KI-Systeme trotzdem nicht abrufbar. In unseren technischen Prüfungen kommt eine Sperre der KI-Crawler im CDN oder in der Firewall vor, und fast nie hat sie jemand gezielt gegen KI-Assistenten gesetzt: Entweder ist es eine Voreinstellung, oder jemand hat vor zwei Jahren einen Haken gesetzt, als das Blockieren von KI-Crawlern als vernünftig galt. Die Einstellung tut, wozu sie gebaut wurde. Sie unterscheidet nur nicht zwischen Scraper und Antwortmaschine. Dass es kein Randphänomen ist, zeigen Cloudflares eigene Zahlen: In der robots.txt der grössten Domains war GPTBot 2025 der am häufigsten gesperrte KI-Crawler.
Dazu kommt eine Umstellung, die seit dem 15. September 2026 gilt. Es ist die zweite Ankündigung dieser Art, ein Jahr nach dem ersten Content Independence Day vom 1. Juli 2025, an dem Cloudflare neue Domains standardmässig für KI-Crawler sperrte. Cloudflare hatte am 1. Juli 2026 neue Voreinstellungen in den drei Kategorien Search, Agent und Training angekündigt und sie am 15. September in geänderter Form in Kraft gesetzt: Wer eine neue Domain aufschaltet, wählt seither zwischen zwei empfohlenen Voreinstellungen, je nachdem, ob die Website mit Werbung Geld verdient; bei werbefinanzierten Seiten steht Training auf «Disallow AI Training» und Agent auf «Block on pages with ads», Search bleibt in beiden Fällen erlaubt. Die pauschale Option «Block AI bots» ist damit abgelöst, und die verwaltete robots.txt läuft neu unter «Bot Preference Sync»; bestehende Einstellungen wurden übernommen. Für die Auffindbarkeit wichtig: Unter «Disallow AI Training» crawlen Applebot, Bingbot und Googlebot weiter für die Suche, erst die Einstellung «Block» hält sie ganz draussen. Läuft Ihre Website hinter diesem CDN, kann sich damit ändern, was durchkommt, ohne dass jemand bei Ihnen etwas anfasst.
Die Crawler sind auch nicht alle dasselbe. OpenAI betreibt mehrere und sie lassen sich unabhängig steuern: GPTBot für das Training, OAI-SearchBot für Suche und Zitation in ChatGPT, ChatGPT-User für den Abruf, den eine Nutzerin auslöst. Wer nur GPTBot sperrt, hält sich aus dem Training heraus und bleibt zitierbar. Wer OAI-SearchBot oder PerplexityBot sperrt, entfernt sich aus den zitierbaren Quellen.

So prüfen Sie das: Diesen Schritt geben Sie an die Person weiter, die Ihre Website betreut. Sie ruft dieselbe Seite zweimal ab, einmal als Browser und einmal mit dem User-Agent eines KI-Crawlers, also mit der Kennung, mit der sich der Crawler beim Server meldet. Die vollständigen Kennungen samt IP-Bereichen publizieren OpenAI und Perplexity selbst; kopiert wird von dort, nicht aus zweiter Hand. Dokumentiert sind dort am 22.09.2026 diese vier Zeilen:
Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10_15_7) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/131.0.0.0 Safari/537.36; compatible; OAI-SearchBot/1.4; +https://openai.com/searchbotMozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko); compatible; GPTBot/1.4; +https://openai.com/gptbotMozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko); compatible; ChatGPT-User/1.0; +https://openai.com/botMozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko; compatible; PerplexityBot/1.0; +https://perplexity.ai/perplexitybot)
OpenAI bezeichnet die ersten beiden ausdrücklich als Beispiel mit wechselnder Versionsnummer; wer prüft, liest sie am Prüftag neu ab. Der Abruf läuft nicht über die Adresszeile, sondern über ein Kommandozeilenwerkzeug, zweimal dieselbe Adresse, einmal mit der Browser- und einmal mit der Crawler-Kennung: curl -L -A "<Kennung>" -sS -o antwort.html -w "%{http_code} %{size_download}" https://ihre-domain.ch/. Das -L muss sein: Leitet Ihre Domain von der Apex- auf die www-Adresse weiter, antworten sonst beide Aufrufe nur mit der Weiterleitung, und der Vergleich misst nichts. Bestanden ist die Prüfung, wenn beide Aufrufe mit Endstatus 200 antworten, die Antworten ähnlich gross sind und in antwort.html dieselbe kurze Wortfolge steht, die Sie in Schritt 2 des Tests gesucht haben. Der klare Fehler 403 ist der einfache Fall; der schwierige ist der Status 200 mit einer deutlich kleineren Antwort, in der die Wortfolge fehlt: Dann kam eine Prüfseite des Bot-Schutzes zurück und nicht Ihre Seite.
# Dieselbe Seite zweimal abrufen: einmal als Browser, einmal als KI-Crawler.
# Die Kennungen am Prüftag bei OpenAI und Perplexity neu ablesen, die
# Versionsnummer ändert sich: developers.openai.com/api/docs/bots und
# docs.perplexity.ai/docs/resources/perplexity-crawlers
UA_BROWSER="Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10_15_7) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/131.0.0.0 Safari/537.36"
UA_CRAWLER="Mozilla/5.0 AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko); compatible; GPTBot/1.4; +https://openai.com/gptbot"
SEITE="https://ihre-domain.ch/"
curl -L -A "$UA_BROWSER" -sS -o browser.html -w "%{http_code} %{size_download}\n" "$SEITE"
curl -L -A "$UA_CRAWLER" -sS -o crawler.html -w "%{http_code} %{size_download}\n" "$SEITE"
# Bestanden, wenn drei Dinge zutreffen: beide Zeilen zeigen den Endstatus 200,
# die beiden Grössen liegen nahe beieinander, und die kurze Wortfolge aus
# Schritt 2 des Tests steht in beiden Dateien.
grep -c "Ihre kurze Wortfolge" browser.html crawler.html
Drei Dinge gehören dazu, sonst führt die Prüfung in die Irre.
Eine selbst gesetzte Kennung ist nicht der echte Crawler. Cloudflare und vergleichbare Dienste prüfen zusätzlich, ob die Anfrage aus den publizierten IP-Bereichen des Anbieters kommt. Eine Anfrage mit der Kennung von OAI-SearchBot aus Ihrem Büronetz gilt dort als nicht verifizierter Bot und kann abgewiesen werden, obwohl der echte Crawler durchkommt. Der Test liefert einen Hinweis; das Urteil steht in den Daten des CDN.
Eine Sperre auf CDN-Ebene steht nicht im Server-Log Ihrer Website. Sie ist die häufigste Form der Sperre: Sie sitzt im Bot-Schutz des CDN oder der Web Application Firewall, greift, bevor der Crawler die robots.txt liest, und weist die Anfrage ab, bevor sie Ihren Server erreicht. Im Log hinterlässt sie deshalb nichts. Sichtbar ist sie in den Sicherheitsereignissen des CDN, bei Cloudflare unter Security, Analytics, Reiter Events; die Spalte Service nennt den Dienst, der gestoppt hat. Wer die Prüfung bei der robots.txt beendet oder im Log nach GPTBot sucht, hat die häufigste Sperre nicht geprüft.

Drei Einstellungen lösen die Sperre fast immer aus: der allgemeine Bot-Schutz (bei Cloudflare Bot Fight Mode und Super Bot Fight Mode mit ihren Kategorien für automatisierten Verkehr), die Option, KI-Bots pauschal zu blockieren (bei Cloudflare bis zum 15. September 2026 «Block AI bots», seither die drei Kategorien Search, Agent und Training), und eine eigene Firewall-Regel auf den User-Agent. Dazu kommt die verwaltete robots.txt, die der Anbieter für Sie schreibt. Wer die Sperre öffnen will, schaut zuerst dort nach.
Was es kostet: Den ganzen Fall. Ihre Seite überzeugt im Termin und ist für die Antwortmaschine nicht vorhanden.
2. Ihre Inhalte sind für einen einfachen Abruf nicht sichtbar
Die meisten KI-Crawler führen kein JavaScript aus. Eine Auswertung von über 500 Millionen GPTBot-Abrufen fand keine einzige JavaScript-Ausführung; GPTBot und ClaudeBot laden JavaScript-Dateien, führen sie aber nie aus (veröffentlicht am 17. Dezember 2024). Ausnahmen sind Google Gemini, das Googles Rendering-Infrastruktur nutzt, und Applebot. Was erst nach der JavaScript-Ausführung im Dokument steht, ist für ChatGPT, Claude und Perplexity nicht vorhanden. Dasselbe gilt für Kernaussagen, die nur in einem PDF, in einem Bild oder in einem Slider stehen.
So prüfen Sie das: Der zweite Schritt des 60-Sekunden-Tests, erweitert: Suchen Sie im Quelltext Ihrer Leistungsseite nach je drei bis fünf Wörtern aus drei Aussagen, die auf der Seite sichtbar sind, nämlich Ihrem Leistungsversprechen, Ihrer Zielgruppe und Ihrer Preisangabe. Was Sie dort nicht finden, findet ein Crawler ebenfalls nicht.
Was es kostet: Den Platz in der Auswahl. Ihre Seite kann bei Google auf Platz eins stehen und für die Antwortmaschine trotzdem leer sein.
Gruppe 2: Die Systeme finden Sie, können Sie aber nicht eindeutig zuordnen. Hier sind Belege vorhanden und scheitern an der Zuordnung.
3. Ihre Firmenangaben sind nicht eindeutig
Firmenname, Rechtsform, Adresse, Telefonnummer und UID weichen zwischen Website, Impressum, Handelsregister, Verzeichnissen und LinkedIn voneinander ab. Für einen Menschen ist das offensichtlich dieselbe Firma. Für ein Modell sind es zwei Kandidaten, von denen keiner genug Belege auf sich vereint, um Vertrauen aufzubauen. Dazu kommen gleichnamige Firmen, die die Zuordnung übernehmen. Wo sie unsicher ist, nennt ein System Sie lieber gar nicht.
Das ist die Ursache, die in der Praxis am meisten unterschätzt wird, und ihr Fix ist der billigste im Katalog; er steht in fast keinem Marketingplan, weil er nach Administration aussieht. Wir haben das am eigenen Betrieb erlebt: Unsere Website lief bereits unter dem neuen Namen, während der alte Name in Google-Titeln und im LinkedIn-Profil weiterlief. Zwei Namen für dasselbe Unternehmen, und keiner konnte genug Belege auf sich vereinen. Die Messung vom 14. August 2026 über acht Kaufabsicht-Fragen unserer eigenen Kategorie zeigte null Nennungen bei technisch einwandfreier Website.
So prüfen Sie das: Legen Sie fünf Fenster nebeneinander: Ihr Impressum, Ihren Handelsregister-Eintrag auf Zefix, Ihr LinkedIn-Unternehmensprofil, Ihren wichtigsten Verzeichniseintrag und Ihre Rechnungsvorlage. Vergleichen Sie fünf Felder: exakter Firmenname mit Rechtsform, Adresse, Telefonnummer, UID, Website-Adresse. Jede Abweichung, auch eine Abkürzung oder ein fehlender Zusatz, ist ein Treffer. Wer als Einzelfirma nicht im Handelsregister steht, vergleicht Impressum, UID-Register und Profile.
| Feld | Ihre verbindliche Fassung | Stimmt überein bei |
|---|---|---|
| Exakter Firmenname mit Rechtsform | Impressum ☐ · Zefix ☐ · LinkedIn ☐ · Verzeichnis ☐ · Rechnung ☐ | |
| Adresse | Impressum ☐ · Zefix ☐ · LinkedIn ☐ · Verzeichnis ☐ · Rechnung ☐ | |
| Telefonnummer | Impressum ☐ · Zefix ☐ · LinkedIn ☐ · Verzeichnis ☐ · Rechnung ☐ | |
| UID | Impressum ☐ · Zefix ☐ · LinkedIn ☐ · Verzeichnis ☐ · Rechnung ☐ | |
| Website-Adresse | Impressum ☐ · Zefix ☐ · LinkedIn ☐ · Verzeichnis ☐ · Rechnung ☐ |
Arbeitsblatt zum Prüfschritt: je Feld die verbindliche Fassung eintragen und die fünf Quellen dagegen abgleichen. Wer als Einzelfirma nicht im Handelsregister steht, ersetzt Zefix durch das UID-Register.
Was es kostet: Den ganzen Fall. Solange die Zuordnung unklar ist, zählen auch spätere Belege nicht, weil sie der falschen Firma zugerechnet werden.
4. Veraltete Signale überschreiben Ihren heutigen Stand
Alte Firmierung, alte Adresse, alte Telefonnummer, aufgegebene Leistungen: Solange sie irgendwo im Netz stehen und aktueller wirken als Ihre neue Website, sind sie die Beschreibung, die die Antwort verwendet. Bei live abgerufenen Quellen kann sich das innerhalb von Tagen bis Wochen ändern, sobald der Eintrag korrigiert und neu gelesen wird. Was im Trainingsstand eines Modells steckt, bleibt dagegen bis zum nächsten Trainingslauf dort, unabhängig davon, was Sie heute korrigieren.
So prüfen Sie das: Bitten Sie einen KI-Assistenten um ein Kurzprofil Ihres Unternehmens: «Was bietet [Firmenname] an, seit wann gibt es die Firma, wie gross ist sie, wo sitzt sie, wie erreicht man sie?» Vergleichen Sie jede Angabe mit dem heutigen Stand. Wiederholen Sie das mit einem zweiten System, damit Sie einen Zufallstreffer ausschliessen.
Was es kostet: Den unbemerkten Verlust. Ihr Name kommt vor, die Anfrage kommt trotzdem nicht, weil die genannte Leistung nicht mehr die ist, die Sie verkaufen wollen.
Gruppe 3: Über Sie schreibt nur Ihre eigene Website. Der langsamste Teil der Behebung.
5. Sie stehen nicht in den Verzeichnissen und Branchenlisten Ihrer Kategorie
Auf eine Anbieterfrage hin ruft ein System Verzeichnisse, Branchen- und Verbandslisten und Vergleichsportale ab. Fehlt Ihr Eintrag dort oder trägt er falsche Angaben, sind Sie im Kandidatenfeld nicht enthalten: Die Auswahl findet statt, bevor irgendjemand Ihre Website betrachtet. Welche Listen das sind, ist je Branche verschieden. Gemessen ist es für zwei: Bei den Zürcher Treuhandanfragen sind es Vergleichsportale und local.ch, bei den Schweizer IT-Dienstleistern Verbandsseiten und spezialisierte Vergleichsportale. Auch das Partnerverzeichnis eines Herstellers zählt als Drittbeleg: Die Seite gehört Ihnen nicht, und die Aufnahme ist an eine Prüfung gebunden. Für die regulierten Branchen kommen die amtlichen Register und die Verbandslisten dazu, nach derselben Regel: für einen Versicherungsbroker das öffentliche Register der FINMA für Versicherungsvermittler, für eine Kanzlei das Anwaltsregister des Kantons und die Anwaltssuche des kantonalen Anwaltsverbands. Für lokal gebundene Dienstleistungen zählen die Kartendienste, local.ch und die Mitgliederliste des örtlichen Gewerbevereins.
So prüfen Sie das: Stellen Sie einem KI-Assistenten Ihre eigene Kategoriefrage und öffnen Sie danach jede Quelle, die unter der Antwort verlinkt ist. Notieren Sie, auf welchen dieser Seiten Sie einen Eintrag haben und auf welchen nicht. Das ist Ihre Lückenliste, und sie ist meistens länger als erwartet.
Was es kostet: Den Platz in der Auswahl. Sie werden nicht abgelehnt, Sie kommen im Auswahlvorgang gar nicht vor.
6. Es gibt keine unabhängigen Erwähnungen
Wenn sämtliche Aussagen über Ihr Unternehmen von Ihnen selbst stammen, fehlt die Bestätigung von aussen, an der sich die Systeme orientieren. Die oben zitierte Markenerhebung fand, dass Marken mit Erwähnungen auf weniger als 2’000 indexierten Seiten nur in 3 Prozent der Fälle in KI-Antworten genannt wurden; 96 Prozent der geprüften Marken waren korrekt beschrieben, und 89 Prozent tauchten in Antworten auf Kategoriefragen trotzdem nie auf. Die Systeme wissen, wer diese Marken sind. Sie schlagen sie nur nicht vor. Drittbelege kommen aus Fachmedien, Verbandspublikationen, Partnerseiten, Foren und Branchenportalen.

So prüfen Sie das: Suchen Sie Ihren Firmennamen in Anführungszeichen bei Google und zählen Sie die ersten dreissig Treffer durch: Wie viele davon stehen auf einer Domain, die Ihnen nicht gehört und die Sie nicht bezahlt haben? Liegt die Zahl im niedrigen einstelligen Bereich, ist das Ihre Ursache.
Was es kostet: Den Platz in der Auswahl. Auf der eigenen Seite können Sie schreiben, was Sie wollen; ohne Bestätigung von aussen nennt die Antwort die Anbieter, über die Dritte schreiben.
7. Es gibt keine oder zu wenige Bewertungen
Ein Profil ohne Bewertungen trägt in der Auswahl nichts. Wie stark die Systeme darauf abstellen, zeigt eine protokollierte Antwort aus dem Index: Auf die Frage «Bin unzufrieden mit meinem Treuhänder, wen in Zürich empfiehlst du?» begründete ChatGPT im veröffentlichten Auszug jede der drei genannten Empfehlungen mit der Bewertung, etwa «4,8/5 bei 28 Bewertungen» (Ausgabe September 2026). Der Effekt trifft besonders Dienstleister, deren Kunden zufrieden sind, aber nie darum gebeten wurden, das öffentlich zu sagen.
So prüfen Sie das: Öffnen Sie die zwei bis drei Bewertungsplattformen, die für Ihre Branche in der Schweiz üblich sind, und suchen Sie Ihr Unternehmen. Notieren Sie drei Werte: Gibt es ein Profil, wie viele Bewertungen trägt es, und wie alt ist die jüngste? Ein Profil mit zwei Bewertungen aus dem Jahr 2023 zählt kaum mehr als kein Profil.
Was es kostet: Den Platz in der Auswahl, sobald der Käufer nach «gut», «empfehlenswert» oder «zuverlässig» fragt. Bei der reinen Existenzfrage sind Sie noch dabei, bei der Qualitätsfrage nicht mehr.
Gruppe 4: Ihre Inhalte beantworten die Kauffrage nicht. Die Systeme finden Sie und können Sie zuordnen, aber nicht als Antwort verwenden.
8. Ihre Inhalte sind auf Suchbegriffe gebaut, nicht auf ganze Käuferfragen
Käufer beschreiben in einem KI-Assistenten ihr Problem oft in ganzen Sätzen: «Wir sind 30 Leute, unsere Buchhaltung läuft noch auf Excel, wer kann das in der Deutschschweiz übernehmen?» statt «Treuhänder Zürich». Wer seine Inhalte nur auf einzelne Suchbegriffe gebaut hat, beantwortet diese Frage nicht und wird bei der Zerlegung der echten Frage nicht als passende Quelle erkannt.
So prüfen Sie das: Schreiben Sie die fünf Sätze auf, mit denen Ihre letzten fünf Kunden ihr Problem im Erstgespräch beschrieben haben. Suchen Sie diese Sätze sinngemäss auf Ihrer Website. Finden Sie keinen davon beantwortet, bedient Ihre Seite andere Fragen als die, die gestellt werden. Systematisch entstehen solche Sätze über die Arbeit an Käuferfragen für die Messung.
Was es kostet: Einen Teil der Fragen, nämlich die kaufnahen. Bei der allgemeinen Kategoriefrage bleiben Sie vielleicht sichtbar. Heraus fallen Sie dort, wo der Käufer sein Problem beschreibt und dem Abschluss am nächsten ist.
9. Ihre Aussagen sind nicht überprüfbar
Eine Antwort, die einen Anbieter vorschlägt, braucht ein Merkmal, an dem sie ihn festmacht. «Führend», «massgeschneidert» und «persönlich» sind keine Merkmale. Ohne klar zugeordnetes Leistungs-, Regions- und Zielgruppenprofil, ohne Zahlen und ohne Preisangabe in irgendeiner Form bleibt nichts übrig, das ein System in einer Antwort zitieren könnte.
So prüfen Sie das: Nehmen Sie Ihre Leistungsseite und streichen Sie jeden Satz, der auch für Ihren Mitbewerber gelten würde. Was stehen bleibt, ist das, womit ein System Sie beschreiben kann. Bleibt weniger als ein Absatz stehen, haben Sie die Ursache gefunden.
Was es kostet: Einen Teil der Fragen. Bei der allgemeinen Anbieterfrage können Sie durchkommen; bei jeder Frage mit einem Kriterium («für KMU mit 30 Mitarbeitenden», «in der Ostschweiz», «mit Erfahrung in der Lohnfertigung») fallen Sie heraus.
Der teurere Fall: genannt, aber falsch beschrieben
Nicht genannt zu werden merken Sie irgendwann. Falsch beschrieben zu werden merken Sie fast nie, und deshalb ist es der teurere Fall. Ihr Name steht in der Antwort, die Anfrage geht trotzdem an jemand anderen, weil die Beschreibung nicht zu dem passt, was der Käufer sucht.

Dass KI-Antworten sachlich danebenliegen, ist belegt. Eine Untersuchung der BBC liess ChatGPT, Copilot, Gemini und Perplexity 100 Fragen zum Nachrichtengeschehen mit BBC-Artikeln als Quelle beantworten und fand in 51 Prozent aller Antworten erhebliche Probleme. Das misst Nachrichtenfragen und nicht Firmenprofile, ist also kein Direktbeleg für Ihre Branche, zeigt aber die Fehleranfälligkeit des Verfahrens. OpenAI schreibt dasselbe in der eigenen Datenschutzrichtlinie: Die Modelle sagen das wahrscheinlich nächste Wort voraus, und das muss nicht das sachlich richtige sein.
In unserer Arbeit kommen drei Fehlertypen tatsächlich vor:
- Veraltete Angaben, die aus alten Quellen weiterleben. Aufgegebene Leistungen, alte Adresse, alter Firmenname.
- Verwechslung mit gleich oder ähnlich benannten Firmen. Im Treuhandbereich ist das systematisch, weil Familiennamen als Firmennamen dort die Regel sind.
- Erfundene Präzision. Eine Grössen- oder Gründungsangabe, die in keiner Quelle steht und trotzdem in der Antwort auftaucht.
Wie fällt so etwas auf? Fast nie von selbst. Kein Unternehmen fragt die Maschine regelmässig nach sich selbst. In allen Fällen, die wir kennen, kam der Fehler in einer Messung ans Licht und nicht im Alltag. Das ist der eigentliche Punkt: Die falsche Aussage steht seit Monaten in den Antworten, und niemand in der Firma weiss davon.
Korrigieren lässt sich das, aber nicht am Modell. Die Datenschutzorganisation noyb hat dokumentiert, dass OpenAI eine falsche Tatsache im Modell nicht gezielt korrigieren, sondern nur filtern oder blockieren kann; für falsche Angaben über die eigene Person nimmt OpenAI Korrekturanträge auf privacy.openai.com entgegen. Der belastbare Weg führt über die Quellen: Sie korrigieren den Eintrag, aus dem die Aussage stammt, und lassen ihn neu abrufen, und genau das ist die Arbeit, die wir als KI-Reputationsschutz anbieten.
Was in der Schweiz anders ist
Keine der Ursachen ist auf die Schweiz beschränkt. Die Prüfung und die Behebung sind es. Vier Punkte, die ein internationaler Ratgeber nicht kennt.
Handelsregister und UID sind der eindeutige Schlüssel. Die Schweiz hat einen öffentlichen, amtlichen Registereintrag: Das Handelsregister ist die amtliche Grundlage für die Firmendaten, Zefix macht die Einträge der kantonalen Register zentral durchsuchbar, und die UID identifiziert ein Unternehmen systemübergreifend. Viele Verzeichnisse und Portale speisen sich aus diesen Daten; ein Widerspruch zwischen Impressum, Registereintrag und Verzeichnissen ist in Minuten prüfbar und vervielfältigt sich sonst, statt sich auszugleichen. Auch der Index misst gegen das Register: Die 1’086 Zürcher Treuhandunternehmen der Ausgabe September 2026 stammen aus dem Handelsregister. Einzelfirmen unterhalb der Eintragungsschwelle sind nicht eintragungspflichtig; für sie setzt die Prüfung am Impressum, am UID-Register und an der Erreichbarkeit an.
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Organization",
"name": "Beispiel Treuhand",
"legalName": "Beispiel Treuhand AG",
"url": "https://beispiel-treuhand.ch/",
"identifier": { "@type": "PropertyValue", "propertyID": "UID", "value": "CHE-123.456.789" },
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Bahnhofstrasse 1",
"postalCode": "8001",
"addressLocality": "Zürich",
"addressCountry": "CH"
},
"telephone": "+41 44 123 45 67",
"sameAs": [
"https://www.zefix.ch/de/search/entity/list/firm/000000",
"https://www.linkedin.com/company/beispiel-treuhand/",
"https://www.local.ch/de/d/zuerich/8001/treuhand/beispiel-treuhand-ag"
]
}
Das Google-Unternehmensprofil auch ohne Ladengeschäft. Ein Dienstleister ohne Laufkundschaft kann ein Profil mit Einzugsgebiet und verdeckter Adresse führen. Es ist eine der Quellen, die Bewertungen tragen und in denen Firmenangaben abgeglichen werden.
local.ch und search.ch. Ein Basiseintrag über localsearch deckt beide Verzeichnisse ab, und dass local.ch in den Antworten vorkommt, ist gemessen: In der Zürcher Treuhandansicht wird die Seite in 19,2 Prozent der Antworten zitiert. Dazu kommen Bing Places (Copilot antwortet aus dem Bing-Index), Apple Business Connect und die Listen der kantonalen und der Branchenverbände.
.ch-Domain und Sprachsignale. Eine .ch-Domain, eine saubere Sprachauszeichnung für Schweizer Deutsch und Inhalte in Schweizer Standarddeutsch sagen einem Leser und einem Modell, für welchen Markt Sie arbeiten. Eine Messung, wonach die Domain-Endung allein eine Empfehlung bewegt, kennen wir nicht. Was zählt, ist, ob Schweizer Quellen Sie nennen, und ob Ihre Angaben dort mit dem Register übereinstimmen.
Drei Erklärungen, die meistens danebenliegen
«Wir sind bei Google auf Platz eins, dann müssen wir doch auch in ChatGPT vorkommen.» Das ist die Fehlannahme, die uns im Erstgespräch am häufigsten begegnet; fast alle suchen die Ursache zuerst auf der eigenen Website. Die Kopplung ist schwächer als erwartet: Eine Ahrefs-Auswertung von 15’000 Suchanfragen fand, dass bei ChatGPT, Gemini und Copilot nur rund 8 Prozent der zitierten URLs in Googles Top 10 stehen, über alle vier geprüften Systeme 12 Prozent, und dass über 80 Prozent ihrer Zitationen von Seiten stammen, die für die gestellte Frage gar nicht in den Google-Treffern auftauchen (Anbieter-Erhebung, August 2025). Gegenbefunde gibt es: BrightEdge misst über 16 Monate eine steigende Überschneidung von 32,3 auf 54,5 Prozent zwischen den Quellen von Googles KI-Zusammenfassungen und dem organischen Ranking, und eine Auswertung über 362’000 US-Desktop-Suchanfragen findet, dass 94 Prozent der KI-Zusammenfassungen mindestens eine Quelle aus den ersten 20 organischen Treffern zitieren (beides Anbieter-Erhebungen, September und Oktober 2025). Eine gute Google-Position bringt Sie also in den Kandidatenkreis. Sie entscheidet die Auswahl nicht.
| Erhebung | Was gemessen wurde | Ergebnis |
|---|---|---|
| Ahrefs, Anbieter-Erhebung, August 2025, 15’000 Suchanfragen | Anteil der zitierten URLs, die in Googles Top 10 stehen | Rund 8 Prozent bei ChatGPT, Gemini und Copilot; 12 Prozent über alle vier geprüften Systeme |
| BrightEdge, Anbieter-Erhebung 2025, 16 Monate | Überschneidung der Quellen von Googles KI-Zusammenfassungen mit dem organischen Ranking | Von 32,3 auf 54,5 Prozent gestiegen |
| seoClarity, Anbieter-Erhebung 2025, 362’000 US-Desktop-Suchanfragen | Anteil der KI-Zusammenfassungen mit mindestens einer Quelle aus den ersten 20 organischen Treffern | 94 Prozent |
Die Bezugsgrössen sind verschieden: Anteil zitierter URLs, Entwicklung der Überschneidung über die Zeit, Trefferquote je Antwort. Alle drei sind Anbieter-Erhebungen.
«Wir brauchen eine llms.txt.» Dafür gibt es bis heute keinen Wirknachweis. Wir haben durchgerechnet, warum eine llms.txt heute nichts an der Sichtbarkeit ändert. Die Datei fehlt in diesem Ursachenkatalog, weil ihr Fehlen keine der neun Ursachen ist.
«Mit strukturierten Daten sind wir drin.» Strukturierte Daten nach schema.org helfen den Systemen, Inhalte zu verstehen und eine Firma sauber zuzuordnen; bei Ursache 3 sind sie nützlich. Eine peer-reviewte Studie, die einen eigenständigen Effekt auf Zitationen belegt, existiert nicht. Wer sie einbaut und danach mit einer Verschiebung der Zitationsanteile rechnet, wird enttäuscht.
Häufige Fragen
Was mache ich, wenn ChatGPT etwas Falsches über mein Unternehmen sagt?
Korrigieren Sie die Quelle, nicht das Modell. Suchen Sie den Eintrag, aus dem die falsche Aussage stammt, meist ein Verzeichnis, ein altes Profil oder ein alter Medienbeitrag, und lassen Sie ihn richtigstellen. Für falsche Angaben über Ihre Person nimmt OpenAI zusätzlich Korrekturanträge auf privacy.openai.com entgegen, kann eine falsche Tatsache im Modell aber nicht gezielt überschreiben.
Wie viele Unternehmen nennt eine KI-Antwort typischerweise?
In unseren Messungen drei bis fünf; die vorliegenden Anbieter-Erhebungen kommen je nach System und Fragetyp auf vier bis neun, bei ChatGPT am unteren Rand. Rechnen Sie deshalb nicht mit einer Position, sondern mit einer Empfehlungsquote, also dem Anteil der Antworten, in denen Ihr Unternehmen als Option empfohlen wird. Warum es in ChatGPT kein Ranking gibt erklärt, weshalb 100 Prozent Nennungen unmöglich sind und welche Quote realistisch ist.
Misst der Index auch meine Branche?
Heute misst er vier Branchen in Zürich, Zug und der Schweiz: Treuhand, IT-Dienstleister, Immobilienverwaltung und Webagenturen, aufgeteilt in 18 Ansichten. Weitere Regionen und Branchen folgen. Steht Ihre Branche nicht darin, nutzen Sie den Index als Vorlage statt als Messung: Die Methodik ist publiziert, Sie stellen Ihre eigenen Käuferfragen nach demselben Muster mehrfach und protokollieren, welche Namen zurückkommen. Welche Quellen in Ihrer Branche zählen, lesen Sie dabei aus den Quellen unter der Antwort ab.
Lohnt sich das für ein KMU mit 20 Mitarbeitenden?
Darüber entscheidet nicht die Mitarbeiterzahl, sondern was ein einzelner Neukunde bei Ihnen wert ist und ob Ihre Käufer vor dem Erstkontakt recherchieren. Ein Betrieb mit 20 Personen und hohem Auftragswert profitiert eher als ein grösserer mit vielen Kleinaufträgen. Bei Carigiet GEO liegt die Untergrenze für eingehende Anfragen bei 11 Mitarbeitenden.
Wo stehen Sie heute?
Der Katalog nützt Ihnen erst, wenn Sie wissen, welche der Ursachen bei Ihnen zutreffen. Dafür brauchen Sie eine Messung, keine Vermutung. Der erste Schritt kostet Sie keine Adresse: Die Firmensuche im Schweizer KI-Empfehlungsindex zeigt für die gemessenen Branchen, ob Ihr Unternehmen in den protokollierten Antworten empfohlen wird und wer stattdessen erscheint. Weiter geht es kostenlos und unverbindlich: Die KI-Sichtbarkeitsanalyse prüft in ChatGPT, ob Sie genannt werden, welche Anbieter stattdessen erscheinen und welche Aussagen über Sie falsch sind; der Report kommt meist innert 15 bis 30 Minuten per E-Mail. Im 15-Minuten-Gespräch öffnen wir ChatGPT live, stellen Ihre eigene Käuferfrage und schauen gemeinsam die Quellen unter der Antwort an. Kein Verkaufsgespräch, keine Folien.
Feste Nennungen kann Ihnen niemand seriös zusagen. Eine dokumentierte Ausgangslage, eine benannte Ursache und eine Reihenfolge, in der Sie sie abarbeiten, schon.




