Eine KI nennt Ihre Firma, wenn Ihr Name irgendwo in der Antwort steht; sie empfiehlt Ihre Firma, wenn sie Sie dem Fragenden als passende Wahl vorschlägt, meist mit einem Grund. Eine Nennung allein bringt Sie nicht in die Auswahl, aus der ein Käufer wählt, deshalb messen Sie die Empfehlungsrate: den Anteil der Antworten auf immer dieselben Käuferfragen, in denen Ihre Firma empfohlen wird. Bei Carigiet GEO ordnen wir für den Schweizer KI-Empfehlungsindex jede Firmennennung so ein. In der Ausgabe Oktober 2026 waren 21 von 100 Firmennennungen keine Empfehlung.
Das Wichtigste in Kürze
- Genannt: Ihr Name steht in der Antwort. Empfohlen: Die KI schlägt Sie vor.
- Index Oktober 2026: 21 von 100 Firmennennungen ohne Empfehlung, bei Stichwortfragen nach Kosten 55 von 100.
- Ein Link als Quelle ist keine Empfehlung.
- Gemessen wird die Empfehlungsrate, mit Fragen ohne Ihren Firmennamen.
- Eine Antwort beweist nichts: Im Wiederholungstest ergab dieselbe Frage bei ChatGPT nie dreimal dieselbe Auswahl.
Carigiet GEO ist eine Beratung aus Uetikon am See ZH für Schweizer B2B-Unternehmen, die von KI-Assistenten empfohlen werden wollen. Carigiet GEO gibt monatlich den Schweizer KI-Empfehlungsindex heraus, der misst, welche Firmen sechs KI-Assistenten auf echte Käuferfragen empfehlen. Die Indexzahlen in diesem Artikel stammen aus der Ausgabe Oktober 2026, gelesen am 12. Oktober 2026: 408 Käuferfragen an ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini, AI Overviews (die KI-Übersichten der Google-Suche) und Perplexity, gestellt vom 28. bis 30. September 2026, mit 3’472 gewerteten Antworten. Ranglisten und Firmenzählungen fassen bis zu drei monatliche Erhebungen zusammen.
Reicht es, wenn ChatGPT meine Firma erwähnt?
Nein: Eine Erwähnung zeigt, dass ChatGPT Ihre Firma kennt; in die Auswahl eines Käufers kommt sie erst, wenn ChatGPT sie auf eine Frage ohne Ihren Namen als Wahl vorschlägt. Im Index heisst dieser Zustand «genannt»: Der Assistent führt die Firma als Beispiel, als Quelle oder im Kontext an, aber nicht als Option, die der Fragende wählen soll.
Wie oft das vorkommt, zeigt unsere Auswertung der Ausgabe Oktober 2026 des Schweizer KI-Empfehlungsindex. Die sechs Assistenten nannten Firmen aus dem Handelsregister 12’308 Mal, jede Firma einmal je Antwort gezählt:
- 9’706 dieser Nennungen waren Empfehlungen (79 von 100).
- 2’564 waren Nennungen ohne Empfehlung (21 von 100).
- 38 waren negativ (3 von 1’000).

Auf Ebene der Antworten heisst das: In 1’123 von 3’472 Antworten (32 von 100) steht mindestens eine Firma, die genannt, aber nicht empfohlen wird. Auf Ebene der Firmen nannten die Assistenten über die drei Erhebungen dieser Ausgabe 1’161 Firmen, auch solche ausserhalb der gemessenen Branchen und Regionen, und 1’012 davon wurden mindestens einmal empfohlen (Grafik KEI-2610-06). 149 Firmen kamen also vor, ohne ein einziges Mal empfohlen zu werden. Nicht mitgezählt sind 2’471 Namen, die noch keiner Firma im Handelsregister zugeordnet sind, 1’247 branchenfremde Namen wie Portale, Verbände und Software sowie 216 verworfene.
Bei ChatGPT allein ist der Anteil am kleinsten: 8 von 100 Nennungen waren keine Empfehlung. Wenn Interessenten uns im Erstgespräch sagen, ihre Firma werde in ChatGPT genannt, hat die Erwähnung meist einen dieser drei Ursprünge:
- Nach dem eigenen Namen gefragt. «Was weisst du über [Firma]?» bringt die Firma immer in die Antwort. Das zeigt, dass der Assistent sie kennt, nicht, dass er sie einem Käufer vorschlägt.
- Im eigenen Konto getestet. Verlauf, Erinnerungen, Standort und frühere Fragen zur eigenen Firma fliessen in die Antwort ein. Der Assistent kennt den Fragenden.
- Ein Bericht zählt Sichtbarkeit. Wer jede Nennung und jede zitierte Quelle als Sichtbarkeit zählt, legt zusammen, was wir im Index trennen.
Live geöffnet, mit der Frage eines Käufers in seiner Situation, steht die Firma dann oft unter «weitere Anbieter», als Quelle für Preise oder gar nicht.
Fragen Sie deshalb bei jeder Zahl aus einem Bericht, welches Ereignis gezählt wurde (eine Nennung, ein Quellenzitat, also ein Link auf Ihre Website in den Quellen, oder eine Empfehlung) und was im Nenner steht, also wodurch geteilt wurde: durch alle Antworten auf die gestellten Fragen oder nur durch die, in denen Ihre Firma vorkommt. Eine unabhängige Studie, die Nennung und Empfehlung getrennt erfasst und mit Anfragen verknüpft, haben wir bisher nicht gefunden.
Woran erkenne ich, ob sie empfohlen wird?
Ihre Firma wird empfohlen, wenn die Antwort sie als Option hinstellt, die der Fragende wählen soll: mit Formulierungen wie «ich empfehle» oder «eine gute Wahl ist», oder als Eintrag in der Auswahl, mit der die Antwort die Frage beantwortet. Jede Antwort lässt sich mit drei Prüfungen einordnen:
| Stufe | Was vorliegt | So prüfen Sie es |
|---|---|---|
| Nennung | Ihr Firmenname kommt in der Antwort vor, in welcher Rolle auch immer. | Suchen Sie Ihren Namen im Antworttext. Auch eine negative Nennung, etwa ein ausdrückliches Abraten, ist eine Nennung, nie eine Empfehlung. |
| Quellenzitat | Die Antwort führt Ihre Website als Quelle an. | Öffnen Sie die Quellenliste der Antwort und suchen Sie die Adresse Ihrer Website. Ein Zitat ist keine Empfehlung. |
| Empfehlung | Der Assistent schlägt Ihre Firma für diese Frage als Wahl vor. | Ihre Firma steht in der Auswahl, die die Frage beantwortet, oder die Antwort sagt «ich empfehle» oder «eine gute Wahl», meist mit einem Grund. |
Ein Beispiel aus dem Antwortprotokoll des Index: Perplexity erhielt am 28. September 2026 die Frage «Welches Treuhandbüro in Zürich ist aus Ihrer Sicht das beste für die laufende Buchhaltung eines KMU?». Die Antwort empfahl an erster Stelle ein digitales Treuhandbüro aus Glattbrugg, danach drei Zürcher Treuhandbüros. Eine internationale Prüfgesellschaft kam auch vor, aber nur genannt: «Grösserer, internationaler Anbieter: [Prüfgesellschaft] bietet Treuhand/Corporate-Support-Dienstleistungen in Zürich an, ist aber meist eher für grössere oder komplexere Fälle interessant.» Die Prüfgesellschaft steht nicht in der Auswahl, und der Satz sagt, für wen sie passt. Ein KMU mit laufender Buchhaltung gehört nicht dazu.
Kein Einzelfall: Die vier grossen Prüfgesellschaften wurden im Oktober fast so oft ohne Empfehlung genannt wie empfohlen, eine davon 49 Mal empfohlen und 43 Mal nicht.
Die Grenzfälle, die bei der Einordnung am häufigsten strittig sind, entscheiden wir im Index so:
- Lange Liste ohne Begründung: empfohlen, wenn die Liste die Antwort auf die Frage ist. Die Position in der Liste halten wir zusätzlich fest.
- Kandidaten mit ausdrücklichem Verzicht auf eine Empfehlung: genannt. Claude antwortete am 28. September 2026 auf «Wer macht in Zug zuverlässig die Löhne, wen empfiehlst du?» mit «Ich kann dir keine Firma guten Gewissens als ‹zuverlässigste› empfehlen» und nannte danach fünf Kandidaten. Alle fünf zählen als genannt.
- Empfehlung mit Vorbehalt: Entscheidend ist, ob die Firma für diesen Fragenden als Wahl dasteht. Bezeichnet Perplexity eine Firma auf die Frage eines Zuger KMU als «eher überdimensioniert» für die MWST eines einfachen KMU, zählt sie als genannt.
- Firma als Beispiel einer Kategorie oder als Quelle einer Preisspanne: genannt.
- Portale, Verzeichnisse und Verbände: Sie zählen gar nicht, weil sie keine Anbieter der Branche sind.
Kommt eine Firma in derselben Antwort mehrfach vor, zählt sie einmal, mit der stärksten Einordnung: empfohlen vor negativ vor genannt. Die vollständigen Regeln stehen in der Methodik des Index.
Ein Quellenzitat sieht nach Vertrauen aus und wird deshalb leicht für eine Empfehlung gehalten. In der Hauptrangliste Treuhand Zürich (der Rangliste, die der Index je Branche und Region zuerst zeigt) wird eine Firma in 29,1 Prozent der Antworten als Quelle zitiert und in 16,1 Prozent empfohlen (Grafik KEI-2610-11, 370 Antworten auf 24 Fragen, gewichtet nach der Reichweite der Assistenten in der Schweiz). Über alle acht Hauptranglisten hängen Zitat und Empfehlung zwar weitgehend zusammen, aber 206 von 519 Firmen mit verifizierter Website werden häufiger zitiert als empfohlen (Grafik KEI-2610-05).
Eine verbindliche Definition, ab wann eine Antwort als Empfehlung gilt, gibt es nicht. Die Richtlinie «Measuring Visibility in the AI Era» des US-Werbeverbands IAB vom 3. August 2026 trennt Nennung, Quellenzitat und Empfehlungsstärke, überlässt die genaue Grenze aber ausdrücklich den Messanbietern. Darum publiziert Carigiet GEO die Regeln des Index.
Warum nennen manche Assistenten Firmen, ohne sie zu empfehlen?
Manche Assistenten zählen lieber Kandidaten auf, als eine Wahl zu treffen, und darum ist der Anteil der Nennungen ohne Empfehlung je Assistent sehr verschieden. Im Index, Ausgabe Oktober 2026:
| Assistent | Nennungen ohne Empfehlung |
|---|---|
| Claude | 38 von 100 |
| Copilot | 32 von 100 |
| AI Overviews | 24 von 100 |
| Gemini | 16 von 100 |
| Perplexity | 12 von 100 |
| ChatGPT | 8 von 100 |
Claude liegt vorne, weil es oft ausdrücklich auf eine Empfehlung verzichtet und stattdessen Kandidaten nennt. Auch die Form der Frage verschiebt den Anteil: Bei Stichwortfragen nach Kosten oder Kriterien («BVG Beratung KMU Zürich Kosten») waren 55 von 100 Nennungen keine Empfehlung, bei der Bitte um eine Auswahl («Nenn mir drei Anbieter …») 11 von 100.

Wie messen Sie den Unterschied?
Sie messen den Unterschied, indem Sie immer dieselben Fragen mehrmals an mehrere Assistenten stellen, jede Antwort einordnen und zwei Raten rechnen.
- Fragen ohne Ihren Firmennamen festlegen. Formulieren Sie die Fragen so, wie Käufer fragen: als ganze Frage in Sie- und Du-Form und als Suchbegriff, mit Ort und Situation («Treuhandbüro Zürich für die Buchhaltung einer kleinen GmbH»). Eine Frage mit Ihrem Namen misst, was der Assistent über Sie weiss, nicht, ob er Sie empfiehlt. Als Richtwert: Die IAB-Richtlinie stuft ein Messprogramm mit weniger als 50 Fragen als erkundend ein. Der Index stellt 408 Fragen, je Rangliste aber nur 24; nach diesem Massstab ist eine einzelne Rangliste erkundend.
- Jede Frage in einer neuen Sitzung stellen. Ohne Anmeldung, ohne Verlauf, ohne Erinnerungen. Wo ein Assistent eine Anmeldung verlangt, etwa Claude, legen Sie ein separates Konto nur für die Messung an und schalten darin die Erinnerungen aus. Der Index misst ebenso die Standardantwort: neue Sitzung, kein Verlauf, keine Personalisierung, erste Antwort. ChatGPT, Claude, Copilot und Gemini erhebt er über die Web-Oberfläche, AI Overviews über die Google-Suche und Perplexity über die Programmschnittstelle. OpenAI schreibt in seiner Hilfe zur ChatGPT-Suche, dass gespeicherte Erinnerungen und der ungefähre Standort die Suche verändern können. Wie stark das die Auswahl im echten Gebrauch verschiebt, misst der Index nicht. Steuern kann eine Firma es nicht; sie kann nur dafür sorgen, dass ihre Beschreibung zu den Situationen passt, für die sie gewählt werden will.
- Mehrere Assistenten messen und getrennt auswerten. Bei Claude waren im Oktober 38 von 100 Firmennennungen keine Empfehlung, bei ChatGPT 8 von 100. Ein Durchschnitt über alle verdeckt das.
- Jede Frage mehrmals stellen, an verschiedenen Tagen. Ab der Ausgabe November 2026 stellt der Index jede Frage dreimal, an drei Tagen, jedes Mal in einer neuen Sitzung. Wichtiger als viele Wiederholungen sind viele Fragen, weil Antworten auf dieselbe Frage zusammenhängen. Das zeigt auch die statistische Arbeit von Evan Miller (2024) über Leistungstests von Sprachmodellen (der Technik hinter ChatGPT und Co.), noch nicht begutachtet und hier auf Empfehlungsraten übertragen: Mehr Fragen verringern am einfachsten die Unschärfe, also wie weit die gemessene Rate vom wahren Wert abweichen kann.
- Jede Antwort einordnen. Empfohlen, genannt, negativ oder nicht genannt; das Quellenzitat erfassen Sie getrennt. Als Empfehlung zählt nur, was die Firma ausdrücklich und positiv als Wahl hinstellt: «ich empfehle», «eine gute Wahl» oder ein Platz in der Auswahl, die die Frage beantwortet. Eine Empfehlung, die erst auf Ihre Nachfrage kommt, zählt nicht.

- Zwei Raten rechnen. Der Nenner ist bei allen Raten derselbe: alle gewerteten Antworten auf Ihre Fragen, auch die, in denen gar keine Firma vorkommt.
- Nennungsrate = Antworten, in denen Ihre Firma vorkommt (empfohlen, genannt oder negativ), geteilt durch alle gewerteten Antworten.
- Empfehlungsrate = Antworten, in denen Ihre Firma empfohlen wird, geteilt durch alle gewerteten Antworten.
- Zitationsrate (optional) = Antworten, deren Quellen auf Ihre Website verweisen, geteilt durch alle gewerteten Antworten.
- Die Unschärfe mitdenken, bevor Sie vergleichen. Als Faustregel liegt die Unschärfe einer Rate bei höchstens plus oder minus 1 geteilt durch die Wurzel aus der Zahl der Antworten (95-Prozent-Bereich), solange die Antworten unabhängig und ungewichtet sind. Gewichtung und Wiederholungen derselben Frage machen sie eher grösser. Bei 100 Antworten sind das bis zu 10 Prozentpunkte, bei 400 Antworten bis zu 5. Bei Raten um 15 bis 20 Prozent sind es bei 100 Antworten 7 bis 8 Punkte, bei 370 Antworten etwa 4. Eine Rangliste braucht im Index 100 gewertete Antworten; mit weniger bleibt sie sichtbar und trägt den Hinweis «Basis im Aufbau».
Jede Empfehlung ist auch eine Nennung, nicht umgekehrt. Die Differenz zwischen Nennungsrate und Empfehlungsrate ist Ihre Lücke: der Anteil der Antworten, in denen Sie vorkommen, ohne gewählt zu werden.
Ein Unterschied zum Index bleibt: Carigiet GEO gewichtet die Empfehlungsrate im Index nach der Schweizer Reichweite der Assistenten, also danach, wie viele Menschen in der Schweiz den Assistenten nutzen (IGEM-Digimonitor 2026, Befragung von 1’957 Internetnutzenden zwischen 15 und 75 Jahren im März und April 2026: AI Overviews 34,1 Prozent der Gewichtung, ChatGPT 29,6, Gemini 14,2, Copilot 13,3, Claude und Perplexity je 4,4). Das Gewicht für AI Overviews ist ein provisorischer Ersatzwert, weil die Studie dafür keine eigene Zahl ausweist. Eine selbst gerechnete Rate ist ungewichtet.

Wie Sie die Messung mit wenig Aufwand für Ihre eigene Firma durchführen, zeigt der Beitrag KI-Sichtbarkeit selbst prüfen in 30 Minuten.
Warum beweist eine einzelne Antwort nichts?
Dieselbe Frage liefert bei fast jeder Wiederholung eine andere Auswahl von Firmen. Im festen Wiederholungstest des Index (drei Fragen, je dreimal an ChatGPT gestellt) war die Menge der empfohlenen Firmen in keinem Fall bei allen drei Wiederholungen gleich. Diese Antworten fliessen nicht in die Ranglisten ein.
Auch eine Rangliste aus vielen Antworten ist an der Spitze unsicher. Der Index prüft das mit einem Split-Half-Test: Die Fragen einer Rangliste werden zufällig in zwei Hälften geteilt, und jede Hälfte ergibt eine eigene Rangliste.
- Treuhand Zürich, Allgemeine Anfrage: Die Rangfolge der ganzen Liste ist stabil (r = 0,84, «hoch»; r misst, wie gut die Rangfolgen der beiden Hälften übereinstimmen, 1 hiesse gleiche Rangfolge). Aber nur in rund 6 von 100 Teilungen (5,8 Prozent) haben beide Hälften mindestens zwei ihrer drei vordersten Firmen gemeinsam. Die Empfehlungsraten der ersten drei Firmen liegen bei 18,0, 17,7 und 17,6 Prozent, also innerhalb der Unschärfe.
- IT-Dienstleister Schweiz, KI-Integration: Schon die Rangfolge ist wenig stabil (r = 0,32, «gering»).

Externe Messungen bestätigen die Schwankung:
- SparkToro (Januar 2026): Die Chance, dass ChatGPT oder die KI von Google bei 100 Wiederholungen zweimal dieselbe Markenliste ausgibt, liegt unter 1 zu 100; dieselbe Reihenfolge eher bei 1 zu 1’000. Basis: 12 Empfehlungsfragen von Kochmessern bis zu Beratern für digitales Marketing, 2’961 Läufe durch Freiwillige auf den Oberflächen von ChatGPT, Claude und Google im November und Dezember 2025, 60 bis 100 Läufe je Frage, ohne Vorgabe zum Land der Teilnehmenden; die drei Dienste wählte SparkToro als die in den USA meistgenutzten. Gezählt wurde jede Marke in der Liste, ohne Nennung und Empfehlung zu trennen; erhoben zusammen mit einem Anbieter von Messwerkzeugen, nicht begutachtet (SparkToro).
- Universität St. Gallen (April 2026): Mit Schweizer Servern und deutschsprachigen Fragen an vier KI-Suchsysteme überschnitten sich die genannten Marken zweier Wiederholungen innerhalb von 24 Stunden nur zu 33 bis 48 Prozent. Gezählt wurden Nennungen per Wortliste, nicht Empfehlungen; die Arbeit ist eine noch nicht begutachtete Vorabveröffentlichung, und der Erstautor ist mit einem Anbieter von Messwerkzeugen verbunden (arXiv 2604.07585).
- Microsoft schreibt zu Copilot selbst, dass dieselbe Eingabe mehrmals gestellt unterschiedliche Antworten ergeben kann (Microsoft Support).
Stabil wird erst die Rate über viele Fragen und Durchgänge, und deshalb gibt es auch kein festes Ranking in ChatGPT. Nach der IAB-Richtlinie taugt eine monatliche Messung für Trends; für Entscheide verlangt sie eine wöchentliche Messung mit ausgewiesener Unsicherheit. Auch der monatliche Index von Carigiet GEO ist nach dieser Einteilung eine Trendmessung.
Was bedeutet es, wenn Ihre Firma oft genannt, aber selten empfohlen wird?
Nach unserer Erfahrung bedeutet es meist, dass der Assistent Ihre Firma kennt, aber nicht der Situation des Fragenden zuordnen kann. Die beiden Raten zusammen ergeben fünf typische Befunde:
| Befund | Was er meist bedeutet | Weiter |
|---|---|---|
| Oft genannt, selten empfohlen | Der Assistent kennt Sie, ordnet Sie aber nicht der Situation zu, nach der gefragt wird. | Beschreibung schärfen (siehe unten) |
| Selten genannt, dann aber empfohlen | Wo der Assistent Sie findet, passt die Beschreibung; bei den meisten Fragen findet er Sie nicht. | Prüfen, bei welchen Fragen Sie fehlen und wer dort empfohlen wird |
| Zitiert, aber nicht empfohlen | Ihre Website liefert Fakten, etwa Preise, aber Ihre Firma steht nicht als Wahl da. | Beschreibung schärfen |
| Nie genannt | Der Assistent kennt Ihre Firma für diese Fragen nicht. | Warum Ihre Firma nicht in ChatGPT erscheint |
| Negativ genannt oder falsch beschrieben | Eine Quelle liefert dem Assistenten ein falsches oder ungünstiges Bild. | KI-Reputationsschutz |
Bei Carigiet GEO beginnt die Arbeit bei «oft genannt, selten empfohlen» mit einem Schritt: den einen Satz schärfen, der sagt, was die Firma genau macht, für wen und wo. Diesen Satz lassen Sie danach überall gleich stehen: auf der Startseite, den Leistungsseiten, im Unternehmensprofil bei Google und in Verzeichnissen. Eine Empfehlung ist ein Abgleich: Der Fragende bringt seine Situation mit («Wir sind eine kleine GmbH in Zug ohne eigene Buchhalterin»), und der Assistent empfiehlt die Firma, deren Beschreibung dazu passt. Die anderen, die er kennt, nennt er bloss.
Die Antworten sagen das selbst. Perplexity begründete die Empfehlung im Treuhand-Beispiel mit der Selbstbeschreibung der Firma: «Das Unternehmen beschreibt sich ausdrücklich als digitales Treuhandunternehmen in Zürich-Glattbrugg für Buchhaltung, Steuern und Lohnadministration für KMU in der ganzen Schweiz.» Was, für wen, wo: alle drei stehen in einem Satz. Oft scheitert die Nennung ohne Empfehlung an einem der drei. Die Prüfgesellschaft scheiterte am «für wen». Ein Treuhänder aus Aadorf TG scheiterte am «wo»: Claude nannte ihn am 28. September 2026 in einer Antwort zu Zuger Kosten als Quelle der Preisspannen und empfahl in derselben Antwort vier andere.
Häufige Fragen
Zählt es als Nennung, wenn die KI von meiner Firma abrät?
Ja, auch ein Abraten ist eine Nennung, aber nie eine Empfehlung. Im Index zählt es als eigene Einordnung «negativ»; in der Ausgabe Oktober 2026 waren es 38 von 12’308 Firmennennungen, also 3 von 1’000.
Ist ein Link auf meine Website eine Empfehlung?
Nein, ein Link in den Quellen zeigt nur, dass die Antwort Ihre Website als Quelle verwendet. 206 von 519 Firmen in den Hauptranglisten der Ausgabe Oktober 2026 werden häufiger zitiert als empfohlen.
Zählt es, wenn ich meinen Firmennamen in die Frage schreibe?
Nein, eine Frage mit Ihrem Firmennamen misst, was der Assistent über Sie weiss, nicht, ob er Sie einem Käufer vorschlägt. Auf «Was weisst du über [Firma]?» kommt die Firma immer in der Antwort vor.
Zählt eine Empfehlung, die erst auf Nachfrage kommt?
Nein, gemessen wird die erste Antwort in einer neuen Sitzung. Bietet ein Assistent an, «als Nächstes eine kurze Top-3-Empfehlung nach KMU-Typ» zu machen, ändert das an der Einordnung nichts.
Zählt der erste Platz in einer Antwort mehr?
In der Empfehlungsrate zählt jeder Platz in der Auswahl gleich. Der Index weist die erste Stelle getrennt als strengere Zählung aus (Erstnennung), aber die Reihenfolge schwankt stärker als die Auswahl selbst.
Was sagt ChatGPT heute über Ihre Firma?
Den ersten Befund für Ihre eigene Firma liefert unsere kostenlose KI-Sichtbarkeitsanalyse: Sie geben die Adresse Ihrer Website ein, der Report kommt meist innert 15 bis 30 Minuten per E-Mail. Er zeigt, ob ChatGPT Ihre Firma nennt, welche Anbieter stattdessen erscheinen, welche Aussagen über Ihre Firma falsch sind und wer bei den Käuferfragen empfohlen wird, bei denen Sie fehlen. Die Analyse prüft nur ChatGPT; sie ersetzt keine wiederholte Messung über mehrere Assistenten. Eine Verpflichtung entsteht dadurch nicht.




